OMAS GEGEN RECHTS BERLIN  /  Deutschland-Bündnis

FLÜCHTENDE SOFORT AUFNEHMEN Mahnwache am 5. Februar

Die Weltzeituhr am Alex war gut besucht, als wir kurz vor 15 Uhr dort ankamen, um unsere Mahnwache zu beginnen. Eine Gruppe junger Leute hatte sich zu einer Kundgebung versammelt. Mit Spruchbändern, Plakaten und Reden forderten sie Verbesserungen des gegenwärtigen Bildungssystems. Gegen drei machten sie uns Platz an der Uhr, und kurz darauf starteten sie ihren Demonstrationszug.

Mit einigen von ihnen kamen wir ins Gespräch. Sie waren interessiert an unserer Arbeit und fanden uns richtig gut. Einer der  jungen Männer, ein Punk mit steilem Haarkamm, eilte schnell zu Hilfe, als es wegen der heftigen Windstöße Probleme beim Befestigen unserer Wandzeitung gab. Ja, es war wieder eine schöne Erfahrung zu sehen, dass sich die Jungen über die politisch aktiven OMAS GEGEN RECHTS freuten.

Dann wurde es recht still am Alexanderplatz. Zu fünft standen wir dort. Aber wir waren nicht übersehbar. Unsere Schilder und das von OMA D. gestaltete Transparent zogen trotz des ungemütlichen Wetters immer wieder ein paar Leute an. Sie hatten Fragen zu unserem Thema, zu unserer OMAS-GEGEN-RECHTS-Gruppe, und natürlich wurde auch über Corona gesprochen.

Es ist gut, dass wir trotz Corona immer am ersten Freitag jeden Monats dort anzutreffen sind.

 

AG Rassismus

Die Rassismus-AG der OMAS GEGEN RECHTS  gibt es seit Anfang 2020.

Unserer AG ist es wichtig, sich mit dem Rassismus in uns selbst zu beschäftigen. Die Notwendigkeit einer Beschäftigung damit ist vielen von uns erst durch die zunehmenden rassistischen Übergriffe und die Gegenwehr der von Rassismus Betroffenen erschreckend deutlich geworden.

Dazu haben wir u.a. das Buch von Tupoka Ogette: „exit RACISM“ und das Buch von  Charlotte Wiedemann: „Der lange Abschied von der weißen Dominanz“ gelesen und besprochen.

Der dazu von uns organisierte Workshop konnte bisher wegen Corona noch nicht stattfinden. 

Wir arbeiten daran, Argumentationen und Vorgehensweisen gegen rassistische Äußerungen und Verhaltensweisen zu entwickeln. 

Geplant ist eine Meinungsbildung zu dem bestimmt schwierigen, aber wichtigen Thema Antisemitismus – Israelkritk.

Aktuell bereiten wir die Teilnahme am Internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März vor.

Ine, für die AG

Buchtipp – Matthias Quent: „Deutschland rechts außen. Wie die Rechten nach der Macht greifen und wie wir sie stoppen können“

Das Buch (Piper, München 2019) lässt sich richtig gut lesen, ist nicht nur eine fundierte Analyse der rechtsextremen Strömungen, Politik, Strategien etc., sondern auch der vielen widerständigen Aktionen und Erfolge der Zivilgesellschaft gegen rechts. Und das macht es so ermutigend – auch für mich / für uns.

Matthias Quent (*1986) ist Rechtsextremismusforscher am Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft der Amadeo Antonio Stiftung in Jena. 

Das Buch gibt es unter anderem in den Öffentlichen Bibliotheken und bei der Landeszentrale für Politische Bildung (hier für 5 €).

Vorschlag von OMA R.P