OMAS GEGEN RECHTS BERLIN

Halle – Erfolgreiche Solidaritätsaktion der OMAS GEGEN RECHTS für eine angegriffene OMA in Halle

Ein Männlein steht in Halle am Marktplatz rum,

er schreit und tobt verzweifelt, man fragt warum?

Noch immer habe ich dieses Lied, das auf die Melodie „Ein Männlein steht im Walde….“ gesungen wurde und das am letzten Samstag auf dem Marktplatz in Halle erschallte, genüsslich im Ohr!

Refrain:

Oh wie schön könnt’ Halle sein,

sperrte man das Männlein ein,

denn dann hört es eeendlich auf
 zu schrei’n.

 Unser Vorhaben, gegen den Rechtsextremen Sven Liebich zu protestieren, hat geklappt!

Am Samstag, den 8.8.20 reisten OMAs aus verschiedenen Teilen der Bundesrepublik nach Halle zum Marktplatz, um L. die Stirn zu bieten. Dieser nervt nämlich nicht nur jeden Samstag die Hallenser mit rechtsextremistischem Geschrei auf dem Marktplatz. Er diskriminierte dort und anderswo auch bereits mehrfach die OMAS GEGEN RECHTS mit respektlosen und beleidigenden Sprüchen. Besonders eine OMA aus Halle hatte dies schmerzlich hinnehmen müssen und so beschlossen OMAs aus mehreren Bundesländern, eine lange Anfahrt, das Risiko, unschöne Dinge ertragen zu müssen und nicht zuletzt die Hitze (34°Grad!) in Kauf zu nehmen, um dem „Männlein von Halle“ mittels lautestem Trillerpfeifen, Sprechchören und Liedern die Show zu stehlen.

Um 14.30 Uhr schritten von allen Seiten ca. 80 – 100 mutige und entschlossene OMAs, mit weißen OMAS GEGEN RECHTS-Sonnenschirmen und Schildern ausgerüstet, zielstrebig und würdevoll auf den Marktplatz und erreichten mittels lauten Trillerpfeifens, dass der Rechtsextreme nicht  – wie sonst – herumschreien konnte.

Liebich wurde von der OMA-Invasion völlig überrascht und aus dem Konzept gebracht. Er war nicht in der Lage, auf die Situation zu reagieren, außer, dass er vergeblich versuchte, die OMAs mittels Musik aus seinem Lautsprecher zu übertönen. Dies gelang ihm aber nicht! Die OMAs wurden nämlich durch lautstarke Samba-Rythmen und Parolen der Gruppe „Rhythms of resistance“ unterstützt. Trotz der Hitze tanzten die Omas und es wurde der gemeinsame Widerstand gefeiert. Auch von der Kirche kam Unterstützung: Um 15:00 Uhr läuteten die Kirchenglocken außerplanmäßig lange! Eine mächtige akkustische Gegenfront der „OMA-Seite“machte es Liebich unmöglich, seinen Livestream mitlaufen zu lassen. Er löschte ihn. Ist seine Zeit um? Ja, er weiß es nur noch nicht!

Den restlichen Liedtext möchte ich den Leser*innen nicht vorenthalten:

Ein Männlein steht in Halle am Marktplatz rum,

er meint er ist der Größte, man fragt warum?

Refrain

Ein Männlein steht in Halle am Marktplatz rum,

beleidigt, hetzt und pöbelt, bis seine Zeit ist um.

Refrain  

 Ein Männlein steht in Halle am Marktplatz rum,

erzählt ganz viele Märchen, ach blieb es stumm.

Refrain  

Ein Männlein steht in Halle am Marktplatz rum,

wir Omas stehn zusammen, denn seine Zeit ist um.

Refrain:

Oh wie schön könnt’ Halle sein,

sperrte man das Männlein ein,

denn dann hört es eeendlich auf
zu schrein.

Weiter so, liebe OMAs!!!

Es folgt noch eine Bilderstrecke!

V.

 

Temperaturanstieg, steigender Meeresspiegel, Dürren und Überflutungen – Alles „normal“? Wie argumentieren die Klimaleugner?

Wir, die „Öko-Gruppe“ der Omas gegen Rechts, treffen uns regelmäßig, um uns mit Behauptungen der Klimaleugner zu beschäftigen. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, fundierte Gegenargumente gegen deren Behauptungen zu entwickeln. Generationenübergreifende Verantwortung, ein Leitmotiv der Omas gegen Rechts Berlin, bedeutet für uns nicht nur, uns für eine demokratische, rechtsstaatliche, gerechte und freie Gesellschaft einzusetzen, sondern auch, für unsere Enkel für eine wissenschaftlich fundierte und konsequente Klimapolitik zu kämpfen.

Beim heutigen Treffen stellten wir für ein geplantes „Handout“ eine Reihe von Argumenten der Klimaleugner und unsere Gegenargumente zusammen. Das Handout werden wir den Omas demnächst zur Verfügung stellen. Anschließend bereiteten wir uns auf die nächste wichtige Demonstration am 29.11.19, die von Friday for Future veranstaltet wird, vor:

#NeustartKlima – laut, wütend und unbequem – Klimagerechtigkeit jetzt

Wir prüften treffende Parolen und organisierten die Herstellung von Postern. 

Wir waren viele!

Bei der heutigen Demo der Rechtsextremen durch Berlin standen diesen über 30 OMAS entgegen –  mutige und wehrhafte OMAS – sie hatten sich trotz Wind und Wetter eingefunden und haben „Gesicht gezeigt“. Eine unserer OMAS hat sehr beeindruckend über ihre Geschichte und ihre Motivation, gegen die Rechtsextremen aufzustehen, gesprochen!

Und wir waren laut: Wir haben unsere Lieder gesungen, unsere Schilder und unser wunderbares Transparent hochgehalten und u.a. mit Topfdeckeln und Kochlöffeln gegen die Nazis angelärmt!

Eine tolle Aktion! Weiter so, liebe OMAS!

OMAS GEGEN RECHTS am Checkpoint Charlie - 3. Oktober
OMAS GEGEN RECHTS am Checkpoint Charlie – 3. Oktober

Omamützen-Collage

Viele von uns haben schon solch eine rote Mütze, ein Erkennungszeichen unserer Gruppe.  Und es werden immer mehr. Daher hier mein (vorläufiger) Vorschlag für die Titelseite, der diese Erkennbarkeit thematisiert:

Wir sind viele, wir sind bunt (bisher ist alles schwarz-weiß) und wir sind vielfältig und einmalig  – und all das mit der Power der Quadriga…