OMAS GEGEN RECHTS BERLIN  /  Deutschland-Bündnis
Keine Stimme für die AfD

BAND DER SOLIDARITÄT oder DU BIST HALLE

BAND DER SOLIDARITÄT – Unter diesem Motto fand am 29. Mai die Abschlussaktion von #unteilbar Sachsen- Anhalt eine Woche vor der Landtagswahl statt. Befürchtet wird von vielen besorgten Menschen, dass die AFD an Stimmen gewinnt.
Gemeinsam mit den OMAS GEGEN RECHTS aus Halle und weiteren OMAS aus Hannover, Bremen und Osnabrück, standen wir Berliner OMAS zwischen den Schwerpunkten „Flucht, Asyl, Menschenrechte, Bildung“ und „Antirassismus, Antifaschismus“ so lange, bis gegen 15.00 Uhr das Band geschlossen werden konnte.
Claus Wegner von #unteilbar Sachsen – Anhalt sagte: „Als Bündnis haben wir vor der Landtagswahl mit rund 2000 Teilnehmer*innen beim Band der Solidarität ein mutmachendes Zeichen gesendet: Wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen und wir stehen zusammen für eine demokratische, vielfältige und solidarische Gesellschaft. Das Band der Solidarität war eine Ansage: Wer mit der extremen Rechten zusammenarbeitet, hat mit der ganzen solidarischen Gesellschaft zu rechnen.“ (Doris)

Die OMAS seht Ihr ab 2:03!

Stolpersteine

Minna Bergmann war 78 Jahre alt, als sie in Theresienstadt ermordet wurde, Gertrud Heymann war 81 Jahre alt, Pauline Hirschfeld beging mit 88 Jahren Suizid, um ihrer Deportation zu entgehen.

Drei Namen, drei ausgelöschte Leben.

Die Initiative Bundesplatz hat diese und weitere 21 Biographien recherchiert. Im Bezirk Wilmersdorf war der Anteil jüdischer Bewohnerinnen und Bewohner am höchsten – jede/r siebte war jüdisch. An viele von ihnen erinnert bereits ein Stolperstein.

Als im vergangenen Herbst die neuen Stolpersteine finanziert werden sollten, haben auch OMAs sich beteiligt, denn jeder Stolperstein trägt dazu bei, dass die Erinnerung an die Menschen wach bleibt, die früher rund um den Bundesplatz gewohnt haben. Die meisten waren schon über sechzig Jahre alt – wie wir heute -, als die Nazis sie aus ihrem Lebensumfeld rissen, sie deportierten und ermordeten.

In wenigen Tagen wird es nun für sie endlich Stolpersteine geben:

Am 2. Juni 2021 werden morgens ab 9.00 Uhr jeweils zwei Stolpersteine vor den Häusern Bruchsaler Straße 6 und 12 verlegt, am 4. Juni ab 12.00 Uhr erfolgt die Verlegung von insgesamt 20 Stolpersteinen vor sechs Häusern rund um den Bundesplatz, beginnend vor Haus Nr.1.

Auch wenn  wegen der Pandemie keine große Gedenkveranstaltung die Verlegung der Stolpersteine umrahmen wird, wird es doch möglich sein teilzunehmen und auch Blumen niederzulegen.

Für uns alle sollte der wache Blick auf alte und neue Stolpersteine in der ganzen Stadt und darüber hinaus selbstverständlich sein – tot ist nur, wer vergessen ist. Wir dürfen und wollen nicht vergessen.

Frieda