OMAS GEGEN RECHTS BERLIN

Lesung mit Horst Selbiger in der Kapelle der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Am Dienstagabend habe ich  eine wunderbare, berührende Veranstaltung in der Kapelle der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche erlebt. Horst Selbiger las aus seinem Buch „Verfemt, Verfolgt, Verraten“ und erzählte aus seinem Leben. Ich möchte den OMAS GEGEN RECHTS von Herzen für die Begegnung mit Horst Selbiger danken. 

Ein Gedanke beschäftigt mich seitdem. Menschen wie Horst Selbiger, verfemt, verfolgt, verraten, hatten die Größe und den Mut nach dem Ende des Krieges und der Diktatur nicht dem Lande den Rücken zu kehren,  sondern hier in Deutschland zu bleiben und  an dessen Gestaltung mitzuwirken. Ihnen verdanken wir es, dass wir in einer funktionierenden Demokratie leben. Seine Persönlichkeit hat mir Mut gemacht.

Hanna

Hier der Link zu seinem Buch:  https://www.horstselbiger.de/buch

 

Unsere AG Öffentlichkeitsarbeit – weil wir was zu sagen haben :-)

Wir haben uns ja vor einer Weile vorgenommen, die Arbeit der einzelnen AG’s durch die jeweiligen in den AG’s mitarbeitenden Frauen vorzustellen. Dies möchte ich nun endlich für die AG der Öffentlichkeitsarbeit (auch liebevoll Öffi-AG genannt) tun.

In den Leitsätzen, die wir uns gegeben haben, ist die Arbeit der AG grob umrissen. Das reicht aber sicher nicht aus, um zu verstehen, was hier eigentlich gemacht wird.

Zunächst, was ist denn unsere Öffentlichkeit???

OMAS der Madame-Gruppe sind auf folgenden Medien und Informationskanälen und Plattformen unterwegs:

  • Auf Facebook. Hier wurden die OMAS GEGEN RECHTS zunächst in Österreich und danach sehr schnell auch in Deutschland (als vernetzte Gruppe von Frauen aus ganz verschiedenen Gegenden) virtuell gegründet. Hieraus entwickelten sich dann erst die realen Gruppen in den Städten. Facebook ist daher noch immer ein sehr wichtiges Medium, denn nach wie vor sind sehr viele OMAS hier miteinander vernetzt. Es gibt Seiten und Gruppen auf Facebook, die z.T. offen sind und administriert werden oder auch nicht. Die meisten analogen Regionalgruppen unterhalten auch Facebook-Gruppen. Um bundesweite Verständigung untereinander über gemeinsame Aktionen oder auch öffentliche Erklärungen usw. abgeben zu können, braucht es Facebook unbedingt. Ohne dies gäbe es die OMAS nicht und sie wären nicht so schlagkräftig, wie sie es in der Vergangenheit gezeigt haben. Gemeinsam sind wir stark! Hier können wir uns gegenseitig Informieren, was, wo, wie, aktuell auch in den hintersten Winkeln der Republik politisch gerade los ist, die Gruppen informieren sich gegenseitig. Über Facebook wird auch ein Austausch mit den österreichischen OMAS möglich. Sie kämpfen wacker gegen Herrn Kurz und seine Vasallen…

Unsere Facebookgruppe (Berlin) findet Ihr hier: https://www.facebook.com/groups/omasgegenrechtsberlin/

  • Twitter ist ebenfalls ein Medium, auf dem wir uns bewegen, allerdings nicht ganz so aktiv wie bei Facebook. Da Facebook fast schon etwas „Oldschool“ ist und die Rechten weder schlafen noch rückständig sind, ist es erforderlich, sich auch hier zu bewegen. Auch hier geht es um Vernetzung und Informationsweitergabe. Kurz, prägnant und mit nur 280 Tastaturzeichen sind die Möglichkeiten begrenzt aber extrem schnell. Auch hier gilt, wollen wir mit der politischen Entwicklung von Nazis, Faschisten und Corona-Leugnern und Verschwörungsmythenerzählern mithalten, müssen wir uns auch bei Twitter bewegen. Drei Frauen aus der AG sind z.Z. bei Twitter „unterwegs“. Vor, während und unmittelbar nach Veranstaltungen intensiv.

Unser Twitteraccount ist hier zu finden:  https://twitter.com/OmasGgRechtsBln  Über Verfolger freuen wir uns!

  • WhatsApp wird auch von den OMAS der Öffi-AG genutzt, um kurzfristige Absprachen, Infos, Bilder etc, innerhalb unserer Gruppe oder als Querverbindung ins Bündnis zu nutzen.
  • Als E-Mailverteiler nutzen wir „Listi“. Eine von uns gruppenintern genutzte Plattform, zur Verteilung von Mails, in der ausschließlich die von den OMAS der Madame-Gruppe genutzten privaten Mailadressen gespeichert sind und Mails nur an diese OMAS weitergegeben werden.
  • Unsere Homepage, diese wird von der Öffi-AG redaktionell und technisch betreut. Sie kann (und sollte gelegentlich auch 😉 ) von möglichst vielen OMAS mit Beiträgen bestückt werden, dazu muss man nicht in der Öffi-AG mitarbeiten… Die Homepage ist die Möglichkeit, sich über die OMAS zu informieren.
  • Unsere offizielle Mailadresse der MadaMe-Gruppe wird von der Öffi-AG betreut. Kontakt: Klicken zum Senden einer E-Mail
  • ZOOM-Konferenzen waren und sind in der Zeit der Pandemie eine sehr gute Möglichkeit, miteinander Kontakt zu halten und sie waren gegen Ende des Look Down die erste Möglichkeit, überhaupt wieder eine sinnvolle Arbeit miteinander zu gestalten.
  • Kontakt zu unseren Bündnispartnern in Berlin halten, Netzwerke pflegen und weiter ausbauen.
  • Schreiben von Pressemitteilungen
  • Weitergabe von Informationen aus verschiedenen Plattformen, in die Gruppe. Und umgekehrt sofern erforderlich.

Wir sind eigentlich eine relativ große AG, denn die Aufgaben sind enorm vielfältig.

Jedoch sind unsere Möglichkeiten der Zusammenarbeit über persönliche Kontaktaufnahme Im Moment durch Corona extrem begrenzt und einige OMAS können sich dem Risiko der Ansteckung keinesfalls aussetzen, da für sie nicht nur das Alter einen Risikofaktor darstellt, sondern auch zusätzliche Grunderkrankungen.

Auch sind OMAS ausgeschieden, ohne dass Ersatz für sie gefunden werden konnte.

Ich persönlich finde die Arbeit in der Öffi-AG ausgesprochen bereichernd und sehr interessant. Es braucht hier zwar eine gewisse Kontinuität, auf Grund der Menge der Aufgaben, in die man sich erstmal einarbeiten muss. Trotzdem wäre es schön, wenn sich noch einige Frauen bereit erklären könnten, in dieser AG mitzuwirken und sich einzubringen. Da es um Medienarbeit geht, ist eine gewisse Affinität zu Social Media und die Bereitschaft, an Videokonferenzen teilzunehmen, wünschenswert – aber nicht Voraussetzung, wir können jeder Interessierten alles Notwendige beibringen.

Also traut euch, es ist spannend!

Grüße von den Öffis, Annette

Und das hat niemand gesehen?

Seit dem 18. Oktober 1941 bis fast zum Kriegsende wurden immer wieder jüdische Erwachsene und
Kinder vom Gleis 17 des Bahnhofs Grunewald aus in die Ghettos nach Lodz und Riga und in die
Vernichtungslager Auschwitz und Theresienstadt transportiert. Allein in den letzten Oktobertagen
1941 gingen vier Züge mit über 4000 Menschen ab! Zum Bahnhof wurden sie von den Sammelstellen
in der Levetzowstraße und vom jüdischen Altersheim in Mitte durch die Straßen Berlins getrieben.
Und das hat niemand gesehen?
Wir OMAS GEGEN RECHTS BERLIN sind die Kinder und Enkelinnen der Generation, die damals in
weiten Teilen weggeschaut und nichts gesagt hat. Aufgewachsen mit dem Schweigen der Eltern-
Generation empfinden wir die Verpflichtung an die Gräueltaten der Nazi-Zeit zu erinnern und uns heute
entschieden gegen jede Form des Antisemitismus einzusetzen.
An der diesjährigen Gedenkveranstaltung am Gleis 17 können coronabedingt nur wenige geladene
Gäste teilnehmen. Es gibt jedoch einen livestream am 18.10.2020 ab 12.00 Uhr unter

https:// www.orte-dererinnerung.de/veranstaltung/gedenken-gleis-17-2020/ oder

https://www.stiftung-denkmal.de/aktuelles/abgeholt-gedenken-an-den-beginn-der-
nationalsoziualistischen-deportationen-von-juden -aus-berlin-vor-79-jahren/

Frida

OMAS GEGEN RECHTS - Stolpersteiene putzen

Stolpersteine putzen gegen das Vergessen!

Der morgige BVG-Streik in Berlin ist m.E. kein Grund, dass OMAS zuhause bleiben müssen.

Die Schüsse auf die Synagogentür in Halle waren so aufrüttelnd – wir sollten zum Jahrestag alle ein Zeichen setzen; so, wie wir es jährlich am 09. November tun. Stolpersteine putzen gegen das Vergessen!

Auf der Liste der Stolpersteine in Berlin sind die Adressen (Name, Straße mit Hausnummer) jedem Bezirk zugeordnet. Jede von uns findet in der Nebenstraße, um die Ecke, oft auch vor der Haustür oxydierte Stolpersteine, die geputzt werden müssen.

Dazu braucht man/frau nur ein Gemisch aus Wasser, Essig und etwas Salz; außerdem einen Putzlappen und ein weiches Tuch zum Nachpolieren. Um die Umwelt zu schonen: kein Metallputzmittel.

Beim Stolpersteine putzen ergeben sich oft interessante Gespräche mit Passanten, auch mit Jugendlichen.

 

Wieviele Stolpersteine hätten geprägt und verlegt werden müssen, wenn die Eingangstür nicht so stabil gewesen wäre?

Gruß zum Abend und zum Nachdenken – Christine