OMAS GEGEN RECHTS Berlin  /  Deutschland-Bündnis

Offener Brief an Monika Salzer

Offener Brief

Guten Tag Monika,

Du bist Gründerin der OMAS GEGEN RECHTS in Österreich. Das war eine gute und wichtige Idee, die auch in Deutschland – zuerst aufgegriffen von Anna Ohnweiler und Gerda Smorra – bald erfolgreich nachgeahmt wurde.

Ich muss Dir schreiben, weil Du einen Sieg feierst, der keiner ist.  Du hast gegen den Express gewonnen. Das ist gut. Aber Du distanzierst Dich öffentlich von der Gruppe OMAS GEGEN RECHTS Berlin/ Deutschland-Bündnis und von mir. Das ist politisch falsch und persönlich verletzend. Ich bin wütend und enttäuscht, auch darüber, dass ich so einen offenen Brief schreiben muss. (Das war der Prozessstand im Februar 2026)

Du bist Pfarrerin und Psychotherapeutin, aber welches Menschenbild vertrittst Du?

Wir haben uns im Jahr 2019 kennengelernt, Du warst – von uns eingeladen – zu einer Lesung in Berlin.

https://www.omasgegenrechts-berlin.de/?s=Salzer

Ich habe Dich zum Flughafen gefahren. Unterwegs erzählte ich Dir von meiner Vergangenheit bei der Stasi und vom Ausstieg. Seither wusstest du davon.

Später sind wir uns immer wieder begegnet, zum Beispiel in Hamburg zu Deiner Lesung und auch in Wien zum Europaforum der OMAS GEGEN RECHTS.

Zur Uraufführung des Stückes meiner Freundin Bärbel Strehlau „Fu Who the f*** is HELGA?“ in Wien warst Du eingeladen. In dem Stück geht es auch um meine Vergangenheit. Du hättest mich auch jederzeit nach meiner Vergangenheit fragen können – hast Du aber nicht. Wir haben mehrfach telefoniert und hatten Kontakt über Messenger, Du bist Mitglied unserer Facebookgruppe, der Gruppe, von der Du Dich nun öffentlich distanziert hast.

Zwei Tage bevor ich nach Gießen zum Protest gegen die Gründung der neuen Jugendorganisation der #noAfD gefahren bin, hast Du mich angerufen. Ich solle die OMAS GEGEN RECHTS verlassen, ich würde ihnen mit meiner Stasi-Vergangenheit schaden. Ich erinnerte Dich daran, dass ich schon Jahre vor der Wende von der Stasi weg war, aktiv Widerstand geleistet habe und dass das alles bereits mehr als 40 Jahre her ist. Du meintest, man könne sich auch nicht reinwaschen, wenn man bei der Gestapo oder SS gewesen wäre.

Ich solle weggehen von den OMAS, verlangtest Du.

Ich habe Dir gesagt, dass ich darüber nachdenke.

Dann habe ich die Gruppe der OMAS GEGEN RECHTS Berlin/Deutschland-Bündnis gefragt und einige Menschen um mich herum, in Gießen noch OMAS GEGEN RECHTS aus Gießen, Frankfurt, Hannover und Kandel, was ich tun soll und habe alle gebeten, darüber zu schweigen, dass es diese Aufforderung von Dir gab. Alle haben sich daran gehalten. Ich hatte mich bereits vorher entschlossen, mich einer Anzeige wegen Volksverhetzung gegen einen Rechtsextremen anzuschließen, die von der Polizei in Hannover initiiert wurde und den dortigen OMAS GEGEN RECHTS unterstützt wird. Der Rechtsextreme hatte ein Plakat angefertigt, auf dem die OMAS GEGEN RECHTS und ich beleidigt wurden.

Der Text des Plakates ist strafrechtlich relevant, deshalb wiederhole ich ihn hier nicht. Der Verfasser behaupte, wahrheitswidrig, ich sei „Anführerin“ der OMAS GEGEN RECHTS in Berlin und rückte die OMA-Initiative in die Nähe von Eva Braun, in die Nähe von Nazis.

Für die Staatsanwaltschaft reichte der Inhalt des Plakates, um mich als Geschädigte in einem Strafverfahren zu sehen. Wir hätten uns alle zusammen wehren müssen!

Ich bin allen OMA-Gruppen und OMAS sehr dankbar, die sich mir gegenüber solidarisch verhalten.

Das Ergebnis meines unterstützten Nachdenkens war eindeutig: Ich bin eine OMA GEGEN RECHTS und bleibe eine.

In einer Zeit, die auch aufgrund meiner persönlichen gesundheitlichen Situation (metastasierter Krebs), von der du nichts wissen konntest, für mich ohnehin sehr schwierig war und ist, hat es mich umso mehr verletzt und  entsetzt, dass Du öffentlich den Standard-Artikel gefeiert hast, in dem Du Dich von der OMA-Gruppe, zu der ich gehöre und von mir, distanzierst.

Hast Du Dich oder mich oder sonst einen Menschen mal gefragt, warum sich im Sommer 2025 NIUS und Co auf mich – und auf die OMAS GEGEN RECHTS gestürzt haben?

Ich beantworte Dir die nichtgestellte Frage: Grund ist mit ziemlicher Sicherheit meine Anmeldung einer Gegenkundgebung zum Sommerfest der „Jungen Freiheit“. Wir und Fotograf*innen konnten sehen, wer sich da zum gemeinsamen Feiern alles einfand.

Die anwesenden Berufs-Fotograf*innen wurden kurz darauf von den Mitarbeitern der neurechten Medien gedoxxt und diffamiert. Ein Prozess läuft noch.

Die Rechten und Rechtsextremen recherchierten weiter und siehe da, sie fanden mich im Impressum einer Webseite der OMAS GEGEN RECHTS. Sie fanden auch einen rund 30 Jahre alten TAZ-Artikel in dem ich mit „Ja, ich war ein schlimmer IM“, zitiert werde.

Adresse und Telefonnummer wurden in den Hetzartikeln und Videos der rechtspopulistischen Bubble veröffentlicht und in einem Artikel bei Tichys Einblick musste der Verfasser auch unbedingt darauf hinweisen, dass die Eltern von Annetta Kahane jüdisch waren, wie der Vater von Maja Wiens.

In Wien habe ich in jeden Keller gesehen, als könne ich das Versteck identifizieren, in dem meine Großmutter sich während der Nazizeit verborgen hielt. Wer half ihr?

Ich bin Zweitzeugin. Die Überlebenden des Holocaust sind inzwischen fast alle tot. Es ist jetzt unsere Aufgabe, über sie und ihre Geschichten zu sprechen. Das mache ich, so oft ich kann.

Vermutlich hast Du keine Vorstellung davon, was es heißt, von der Stasi weg zu gehen, was meine Entscheidung für meine Familie, mein Umfeld und mich in den Jahren nach 1983 bedeutete, als die Wiedervereinigung kaum vorstellbar erschien.

Sie zerrten meinen Sohn und mich aus dem Trabi. Männer in Zivil -es gab sogar Protest von mutigen Passanten. Sie fuhren mit uns in die Magdalenenstr, die Berliner Stasizentrale. Sie führten uns durch lange Gänge. Mein Sohn lief vor mir und ihm hinterher lief ein Mann mit einer entsicherten Maschinenpistole. So etwas passiert in einem totalitären Regime, dass du selbst nie erlebt hast.  

Lange bevor es die OMAS GEGEN RECHTS gab, war ich auch in der Bundesrepublik politisch aktiv. Ich stand protestierend gegen den Berliner Ableger von Pegida, Bärgida. Ich forderte mit vielen anderen ein NPD-Verbot. Ich fotografierte Nazis. Das brachte mir einen Eintrag auf deren rechtsextremen Metapedia ein. Ich landete auf Feindeslisten von Nazis und bekam Mitteilungen der Polizei darüber, ich solle vorsichtig sein. Ich stand gegen die Gegner des Moscheebaus in Pankow und vor Thor Steinar-Läden. Als ich auf die OMAS GEGEN RECHTS traf dachte ich: Zusammen sind wir stärker – und so denke ich noch immer.

Dir Monika, geht es in erster Linie um Dein Ansehen.

Mir geht es aber jetzt um das meiner Familie und meines. Du hast keinerlei Recht dazu, die Gruppe der OMAS GEGEN RECHTS, der ich angehöre und mich zu diskreditieren, zu beleidigen und zu behaupten, wir stünden außerhalb der Grundsätze  der OMAS GEGEN RECHTS. Du hast keinerlei Recht dazu, mein Leben und meine Haltung zu beurteilen. Wir stehen auf der Straße gegen Rechte und Rechtsextreme, aber das wäre völlig sinnlos, wenn wir nicht davon überzeugt wären, dass Menschen vernunftbegabte Wesen sind, die Einstellungen und Überzeugungen ändern können.

Der 7. Oktober 2023 hat auch mein Leben noch einmal verändert. Ich habe gesehen, wie sich auf den Straßen meiner Stadt Judenhass breit machte und unter auch dem Deckmantel von „Antizionismus“ und „Israelkritik“ jüdisches Leben bedroht wird.

Die Gruppe der OMAS GEGEN RECHTS Berlin/Deutschland-Bündnis stand schon vor dem 7. Oktober 23 wieder und wieder als sichtbares Zeichen vor dem Holocaust-Mahnmal in Berlin, wenn dort rechtsextreme oder verschwörungsideologische Demos vorbeizogen. Inzwischen stehen wir auch einmal monatlich vor einer Synagoge, auf die am 18. Oktober 2023 ein Brandanschlag verübt wurde.. Seit vielen Jahren melden wir die Kundgebungen gegen die #noAfD im „Braunen Haus“ an. Im letzten Jahr organisierten wir zusätzlich mehrere Proteste gegen „Die Heimat“ (vormals NPD) und gegen den „III. Weg“. Wir standen regelmäßig am Gedenkstein für die jüdisch-kommunistische Gruppe um Marianne und Herbert Baum. Wir organisieren jährlich ein Gedenken am 9. November am ehemaligen Jüdischen Friedhof. Wir haben eine Gedenktafel für Frieda Kahle beantragt, eine mutige Frau, die eine  jüdische Familie während der Nazizeit versteckte. In Berlin erinnert im Moment nichts an sie. Wir sind und bleiben aktiv, auch wenn viele von uns krank sind.

Als Du Dich von unserer Gruppe distanziert hast, hast Du Dich damit gleichzeitig von den Grundsätzen der OMAS entfernt! Warum?

Es sind einige Wochen vergangen. Ich gehe davon aus, dass Du richtig zitiert wirst und auch jetzt keinen Grund siehst, Deine Haltung zu korrigieren. Wir haben miteinander gesprochen, aber getan hast Du praktisch nichts, außer den Artikel aus dem Standard von Deiner Facebookseite zu nehmen. Es gab auch nichts mehr zu feiern, denn der zweite Prozess ging verloren – und wieder verbreitete der Standard ungeprüft und auch von Dir unwidersprochen meinen Namen und Unwahrheiten über mich. Anlass genug, um den Hass neu aufflammen zu lassen, der uns entgegen schlägt. Du hast mich auch im Unklaren darüber gelassen, ob Du beabsichtigst, in die nächste Instanz zu gehen. Ich weiß also nicht, ob mein Name dadurch erneut mit Falschbehauptungen über mich in die Öffentlichkeit gezerrt werden wird.

Ob ich die Geschichten von Clara, Anna, Paul, Hanna, meine und die anderer Menschen noch bis zum Ende aufschreiben kann, weiß ich nicht. Es sind Geschichten von Verfolgung, Verstrickung und Widerstand. Ich weiß nicht, wieviel Kraft und Zeit mir noch bleibt. Aber deine Worte kann ich so nicht stehenlassen.

Maja

Berlin, im Mai 2026

Blaune Plakate in Berlin

Ist denn schon bald Wahl? Nein, das dauert noch und trotzdem Berlin ist voller Plakate einer einzige Partei – einer rechtsextremen. Dürfen die das? Leider ja, denn die Plakate richten sich gegen einen geplanten Volksentscheid – Berlin autofrei. Wir finden, dass diskutiert werden muss, wie unsere Stadt für alle schöner wird, und wie ein jeder Mensch gut von A nach B gelangt. Ausgang offen. Aber eines steht fest: Die blaunen Plakate braucht die Stadt nicht. Und „Bürgerdialoge“ von Rechtsextremen, die meinen, es ginge nur um Autos und ihre „persönliche“ Freiheit, die brauchen Protest. 

Für eine solidarische Stadt

Mahnwache für Demokratie – Achtet auf Änderungen!

#B0702 Die rechtsextreme Jugendorga der *** will sich auch in Berlin gründen. Sie halten den Ort noch geheim, weil sie Angst vor Protest haben. Richtig: Es wird Protest geben! Egal, wo sie auftauchen. Antifaschist*innen werden protestieren. Achtet auf die Orte, achtet auf kurzfristige Änderungen.

Deshalb: 7.2. 2026  – 13:00 Uhr Mahnwache für Demokratie – Danke an Erich Kästner für die Zeilen: Ihr und die Dummheit zieht in Viererreihen In die Kasernen der Vergangenheit. Glaubt nicht, dass wir uns wundern, wenn ihr schreit. Denn was ihr denkt und tut, das ist zum Schreien.“

Berlin – Pankow, Alt-Blankenburg 12A (Grünfläche, Gehweg an der Bücherbox bzw. der Plauderecke

EMPÖRT EUCH!

Erinnern und mahnen – Danke an Vlore (ELTERN GEGEN RECHTS)

Wir dokumentieren die Rede von Vlore auf unserer Kundgebung am Denkmal für die ermordeten Juden Europas am 26.4.2025 und sagen DANKE.

Wir stehen heute an einem bedeutenden Denkmal.
Ein Ort der Erinnerung.
Und ich möchte heute drei Menschen in unser kollektives Gedächtnis zurückholen –
Menschen, die zu oft übersehen oder längst vergessen sind.


Der erste Mensch, an den ich erinnern möchte, ist Hugo Bettauer.

Der jüdische Schriftsteller veröffentlichte 1922 seinen dystopischen Roman:
„Die Stadt ohne Juden“ –
eine bitterböse Satire über den Antisemitismus seiner Zeit.

Darin lässt ein fiktiver Politiker alle Jüdinnen und Juden aus Wien vertreiben.

Nur drei Jahre später, 1925, wurde Bettauer ermordet.
Nach wochenlanger Hetze in der Presse.
Von einem NSDAP-Mitglied: Otto Rothstock.
Mit einem einzigen Schuss.
Ein Mord – begangen im Namen der sogenannten „Moral“.

Rothstock wurde verhaftet.
Doch das Gericht erklärte ihn –
auf Empfehlung seines nationalsozialistischen Anwalts –
für „geisteskrank“.

Nach nur 20 Monaten verließ er die Psychiatrie.
„Geheilt“.
Von Spenden aus der Bevölkerung unterstützt.
Jahrzehnte später –
in einem Fernsehinterview –
brüstete sich Rothstock noch mit Bettauers Ermordung.

Kein Wort der Reue.
Kein Funken von Scham.

So früh begann der Terror.
So spät – endete er nie wirklich.


Der zweite Mensch, an den ich heute erinnern möchte, ist vielleicht einigen von Euch bekannt:
Artur Landsberger.

Ein Berliner Jude.
Ein Autor.
Ein unbequemer Geist.
Einer, der die Elite seiner Zeit mit scharfer Feder entlarvte.

In den 1920er-Jahren verschrien als „Gossenliterat“.
Geliebt vom Volk.
Verachtet von den oberen Zehntausend.

1925 – im selben Jahr wie Bettauers Ermordung
und der Veröffentlichung von Hitlers „Mein Kampf“ –
erschien Landsbergers Roman: „Berlin ohne Juden“.

Darin stellt er sich eine Hauptstadt vor,
aus der alle jüdischen Menschen verbannt wurden.

Was bleibt?

Leere.
Verlust.
Verödung.
Er erkannte früh:
Die jüdische Bevölkerung war tief verwoben
mit dem kulturellen und intellektuellen Leben dieser Stadt.

Ihre Auslöschung war nicht nur Unrecht –
sie war ein Angriff auf das Wesen Berlins selbst.

Landsberger hatte keinen Plan B.
Dafür liebte er Deutschland zu sehr.

Wie dieses Zitat aus dem Vorwort zu „Berlin ohne Juden“ belegt:

„Denn das tragische Schicksal (m)eines Vaterlandes machte mich nicht zu einem armen – darauf pfeif’ ich –,
sondern auch zu einem einsamen und unglücklichen Menschen.
Das Tragen dieses Schmerzes aber erscheint mir als Maßstab für den Patriotismus eines Menschen
zuverlässiger als das Tragen von Hakenkreuzen und das Absingen patriotischer Lieder.“

Am 4. Oktober 1933 nahm sich Artur Landsberger das Leben.

Er erlebte nicht mehr,
wie seine Dystopie bittere Realität wurde.

1940 erschien das „Lexikon der Juden in der Musik“ –
ein erschreckendes Dokument systematischer Auslöschung jüdischer Kultur.

Viele der darin genannten Namen –
waren Menschen, die Landsberger einst literarisch in seiner Dystopie verarbeitet hatte. 

Der dritte Mensch, an den ich heute erinnern möchte,
war ein Freund meiner Familie:
Sadri Berisha.

Ich war zwölf Jahre alt.

In der Nacht zum 8. Juli 1992
wurde Sadri Berisha – ein 55-jähriger Kosovo-Albaner, Muslim, Gastarbeiter –
im Schlaf von Neonazis erschlagen.
Mit einem Baseballschläger.
Zwei Schläge auf den Hinterkopf.
In Kemnat bei Stuttgart.

Er hatte niemandem etwas getan.
Er war einfach nur da.

Sadri war ein Freund meines Vaters.

Ich habe diesen Teil unserer Familiengeschichte lange verdrängt.
Vielleicht, weil die Asylheime brannten.
Vielleicht, weil ich zu jung war.
Vielleicht, weil wir geglaubt haben –
es würde irgendwann besser werden.

Heute beginnt die nächste Generation meiner Familie in Deutschland zu leben.

Meine Nichte ist mit ihren zwei Kindern ins Ruhrgebiet gezogen.
Die Kinder sind 7 und 9 Jahre alt.
Sie sprechen kaum Deutsch.
Aber sie sind da.

So wie Sadri einst da war.
So wie ich da war.
So wie wir alle hier sind.

Und wieder frage ich mich:
Wie konnte passieren, was passiert ist?

Heute weiß ich:
Mit unserem Schweigen machen wir uns zu Mittäterinnen und Mittätern.



Es gibt keine Grauzone.
Es gibt keine Neutralität.

Es gibt Faschisten –
und es gibt Antifaschisten.

Dazwischen gibt es nichts.

Wir sind heute hier,
weil wir uns entschieden haben.
Weil wir laut sind.
Weil wir erinnern.
Und weil wir handeln wollen.



Für Hugo.
Für Artur.
Für Sadri.

Für unsere Kinder.

Für unsere Demokratie.
Für eine Zukunft,
in der niemand mehr Angst haben muss,
weil er oder sie „anders“ ist.

Alles richtig gemacht! Gemeinsam aufklären! Immer wieder!

Es lagen faule Eier im Osterkorb – siehe Share-Pic. Alle unsere Befürchtungen haben sich bestätigt. Danke an Alle, die mit uns gemeinsam auf der Straße waren – für den wirklichen Frieden. Danke an die antiverschwurbelte Aktion, die stabilen Menschen von der DFG-VK aus Berlin und Vitsche und unsere FRIENDS. Eine Performance von Vitsche ärgerte die Rechten und Rechtsextremen sehr. Auch die OMAS GEGEN RECHTS, die bei Vitsche standen, wurden medial angegriffen und verunglimpft – sie stünden gemeinsam mit Rechtsextremen – erwähnt wurde zum Beispiel in einem Kommentar eine „Oma mit Hakennase“. Das sagt nichts über die Oma und die OMAS GEGEN RECHTS, aber viel über diejenigen, die da agieren.

„Die verstehen da drin ja ihr eigenes Wort nicht!“ – laut gegen Nazis

Die OMAS GEGEN RECHTS bedanken sich bei allen Antifaschist*innen, die uns gestern vor dem Braunen Haus in Blankenburg unterstützt haben. Es ist so viel los in Berlin und Schnee ist zwar auch mal schön, aber Kälte und Matsch sind es nicht – wir rechneten gestern mit einer eher kleinen Kundgebung. Aber viele junge Menschen hatten sich auf den Weg gemacht und unterstützten uns lautstark. Vielen Dank dafür. Der Polizei hat nicht so gut gefallen, dass wir so laut waren – sie meinte: „Die verstehen da drin ja ihr eigenes Wort nicht!“. Ja, genau das war beabsichtigt. Wir wollten laut sein und deutlich sagen, was wir meinen: „Alle zusammen gegen den Faschismus“, „Freiheit für den Adenauer“ und „Alerta, Alerta … “ – in verschiedenen Ausführungen. Wir waren gegittert und ein Polizeihund war auch vor Ort. Der arme Hund. Aus gewöhnlich gut informierten Quellen erfuhren wir, dass er trotz allem Spaß hatte. Soweit so gut. Trotzdem: Es muss aufhören, dass Hunde auf Demonstrationengegen die Demonstrierenden eingesetzt werden.

Eine kleine Abordnung vom faschistischen III. Weg wurde gesichtet – ob sie dann Beatrix von Storch auch noch persönlich umarmt haben, wissen wir nicht – aber eines war deutlich: Wir Antifaschist*innen stehen gemeinsam gegen rechte Hetze und wir können sehr laut sein!

PS.: Ein besonderer Dank an all unsere Friends, die uns immer wieder abschirmen und aufpassen, dass uns gewisse gewissenlose Leute nicht zu nahe kommen! Danke auch für die Spende an die OMAS GEGEN RECHTS. Den Transparenzbericht lesen wir bei nächster Gelegenheit vor.

Schneemann für Dem,okratie