OMAS GEGEN RECHTS BERLIN  /  Deutschland-Bündnis

RECHTEN VERSCHWÖRUNGSIDEOLOGIEN WIDERSPRECHEN – OMAS aus Berlin noch einmal in Halle

Am Montag, dem 31. Mai fanden auf dem Marktplatz von Halle gleichzeitig drei Kundgebungen statt, die gegensätzlicher nicht hätten sein können: Querdenker*innen forderten z.B. „Freiheit statt Maskerade“  vor der Marienkirche (dabei die Freiheit nutzend!), der rechtsradikale Sven L. stieg am gegenüberliegenden Rand des Platzes mal wieder auf das Dach seines Wagens und in der Mitte des Platzes versammelte sich das Hallenser Bündnis gegen Rechts zu einem Protestbündnis, darunter die OMAS GEGEN RECHTS als Mitaufruferinnen.

Nicht nur zahlenmäßig war das Bündnis weit überlegen, von den Querdenker*innen und Sven L. war so gut wie nichts zu vernehmen. Die jungen Leute vom Bündnis trugen 20m lange Banner auf denen „RECHTEN VERSCHWÖRUNGSIDEOLOGIEN WIDERSPRECHEN“ und „KEINE ZUSAMMENARBEIT MIT DER EXTREMEN RECHTEN“ stand. Ersteres zog eine Abstandslinie zu den Querdenker*innen, das zweite Banner wurde S.Liebig und seiner Minitruppe entgegengehalten. Immer wieder schirmten die jungen Leute mit dem roten Banner die Menschen der Gegenkundgebung gegen aufdringliche, rechte Livestreamer ab und am Ende der Veranstaltung verhinderten sie und die Polizei, dass der aufgebrachte Sven L. zu den Gegendemonstrant*innen gelangen konnte.

Der Weg von Berlin nach Halle ist realtiv kurz und so hatten wir uns kurzfristig entschieden, die OMAS in Halle zu unterstützen.

Keine Stimme für die AfD

BAND DER SOLIDARITÄT oder DU BIST HALLE

BAND DER SOLIDARITÄT – Unter diesem Motto fand am 29. Mai die Abschlussaktion von #unteilbar Sachsen- Anhalt eine Woche vor der Landtagswahl statt. Befürchtet wird von vielen besorgten Menschen, dass die AFD an Stimmen gewinnt.
Gemeinsam mit den OMAS GEGEN RECHTS aus Halle und weiteren OMAS aus Hannover, Bremen und Osnabrück, standen wir Berliner OMAS zwischen den Schwerpunkten „Flucht, Asyl, Menschenrechte, Bildung“ und „Antirassismus, Antifaschismus“ so lange, bis gegen 15.00 Uhr das Band geschlossen werden konnte.
Claus Wegner von #unteilbar Sachsen – Anhalt sagte: „Als Bündnis haben wir vor der Landtagswahl mit rund 2000 Teilnehmer*innen beim Band der Solidarität ein mutmachendes Zeichen gesendet: Wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen und wir stehen zusammen für eine demokratische, vielfältige und solidarische Gesellschaft. Das Band der Solidarität war eine Ansage: Wer mit der extremen Rechten zusammenarbeitet, hat mit der ganzen solidarischen Gesellschaft zu rechnen.“ (Doris)

Die OMAS seht Ihr ab 2:03!

Demo: Ihr seid keine Sicherheit!

8. Mai 2021, 12:50 Uhr. Kurz vor Beginn der Demonstration „Ihr seid keine Sicherheit!“, zu der das Aktionsbündnis Antirassismus aufgerufen hatte, sprach uns auf dem Mehringdamm/ Ecke Dudenstraße ein älterer Herr an und erkundigte sich danach, worum es denn ginge. Gegen Rassisten und Nazis in den Sicherheitsbehörden, antworteten wir. Daraufhin empörte er sich und hier sei nur die Kurzfassung wiedergegeben: Er habe bis vor 6 Jahren dort drüben gearbeitet, wobei er auf das ca. 250 Meter entfernte Landeskriminalamt zeigte. Nur Dreck und Lärm und Gewalt gebe es überall dort, wo Ausländer seien! Und Kriminalität! Außerdem lebten bald mehr Ausländer in Deutschland als Deutsche! Sarrazin habe doch recht mit seinem Buch, ja, Deutschland schaffe sich ab! – Puh!

Unseren Flyer allerdings fand er charmant.

Wir indes wussten nun umso besser, weshalb wir uns dem Demonstrationszug, der sich aus unzähligen linken Initiativen zusammensetzte, unbedingt anschließen mussten.

Bilder von unserer Mahnwache am 7. Mai 2021

 

 

Nach langen Monaten der Kontakteinschränkungen haben wir uns in größerer Zahl wieder bei unserer Mahnwache zusammen gefunden. Wir waren froh, für unsere Sache dort sichtbar zu stehen und uns auch mal wieder „leibhaftig“ sehen zu können.

Der 8. Mai 1945 war unser Thema: Ende des Zweiten Weltkriegs, Ende des Nationalsozialismus, Befreiung vom Faschismus. – Leider war auf dem Alexanderplatz nicht viel los, so dass wir nur mit wenigen Menschen in Kontakt kamen. Einige positive Rückmeldungen und Gespräche gab es aber doch, und nach einer Weile stellte sich eine Flötistin an unsere Seite. Ihre Musik vermittelte uns ein Gefühl von Zuversicht, die wir immer wieder dringend brauchen, um nicht entmutigt zu werden. Wir möchten dazu beitragen, dass sich die Geschichte – unter welchem Vorzeichen auch immer – nicht wiederholt.

Ine und Cordelia

_________________________________________________________________