OMAS GEGEN RECHTS BERLIN  /  Deutschland-Bündnis

Mahnwache – ein Zeichen: Oury Jalloh ist unvergessen!

Mahnwache für Oury Jalloh
Mahnwache für Oury Jalloh – Initiative OMAS GEGEN RECHTS BERLIN

Wie immer an einem Freitag Anfang des Monats fanden wir uns an der Weltzeituhr ein; den Infektionsmassnahmen geschuldet nur zu Viert, im Intervall und mit Abstand.

Die heutige Mahnwache widmeten wir Oury Jalloh.

Er floh vor dem Bürgerkrieg in Sierra Leone und verbrannte gefesselt in einer Polizeigewahrsamszelle in Dessau am 7. Jan. 2005.

Bis heute wurde niemand zur Verantwortung gezogen.

Die Texte zum Geschehen, die wir aufgeklebt hatten, fanden das Interesse besonders junger Leute, die noch nie etwas von Oury Jalloh gehört hatten. Uns war es wichtig, zu erinnern und fordern Aufklärung und Bestrafung derjenigen, die für Ouri Jallohs Tod verantwortlich sind.

#FightFor1Point5 – Botschaft an die EU-Onlinekonferenz von Fridays For Future

Mit dem Schriftzug #FightFor1Point5 – aus vielen Kerzen zusammengestellt –  sendeten die Fridays For Future-Jugendlichen eine eindrucksvolle Botschaft an die Teilnehmer der EU-Onlinekonferenz (11./12. Dezember 2020).

Schon am frühen Nachmittag hatten die FFF’s gefaltete Papiertüten mit Sand gefüllt, um die Teelichter fixieren zu können, diese bei beginnender Dunkelheit angezündet, so dass der akurat gestaltete Schriftzug leuchtete.

Es war a-kalt, die jungen Leute bewegten sich frierend, achteten auf den Abstand; die Polizei brauchte nicht einzugreifen, sie ordnete nur  den Straßenverkehr.

Während ich nach einer Stunde wieder nach Hause fuhr, mußten die FFF’s bis 18 Uhr auf dem Platz bleiben, um alles wieder abzuräumen.

Im März 2019 war ich zum ersten Mal freitags am Invalidenpark, wo Schüler*innen neben dem Wirtschaftsministerium lautstark

auf die Klimakatastrophe und die Zerstörung der Umwelt hingewiesen haben und von der Regierung forderten. endlich zu handeln. Damals bezeichnete man die Jugendlichen als “ Schulschwänzer“, sie bekamen von den Fachlehren Fehlstunden eingetragen.

Helge Braun (Kanzleramtsminister) monierte, wann endlich die schreienden Schüler vor seinem Fenster verschwinden würden.

Ich diskutierte mit Pädagogen*innen der Schule, in der ich mich ehrenamtlich engagiere, und betonte, dass die Freitag-Demos kein Schuleschwänzen, sondern politische Bildung sind. Gegenargument: In Deutschland gibt es Schulpflicht!!

Um so mehr freue ich mich jetzt, dass es den Jugendlichen von Fridays For Future in 2 Jahren gelungen ist, die Gesellschaft wachzurütteln und die Politiker die wissenschaftlichen Fakten nicht mehr negieren können, sondern endlich handeln müssen.

Ich danke allen FFF-Jugendlichen für das Engagement und die Ausdauer.

Als granny for future werde ich euch weiter unterstützen.

Christine

„Fridays for Future“-Demonstration in Berlin
Mahnwache für Moria

Protest in der Sonne

Der letzte Sommertag strahlte uns an, alle, die an der zweiten Mahnwache für Moria-BewohnerInnen am 23. September von 11-12 Uhr teilnahmen. Warum schon wieder eine Mahnwache?

Der Grund war, dass wir uns mit den österreichischen OMAs solidarisieren wollten. Die haben es noch etwas schwerer mit ihrer Regierung als wir mit unserer, weil Kanzler Kurtz und Konsorten sich standhaft weigern, auch nur einen Flüchtling zusätzlich ins Land zu lassen. Österreich gehört zu jenen Staaten in der EU, die sich einer weiteren Aufnahme von Flüchtlingen verweigern und damit das Elend in Moria und den anderen griechischen Inseln verstetigen. Weil die EU verantwortlich ist, haben wir vor der Vertretung der Europäischen Kommission Unter den Linden mit Transparenten und Plakaten demonstriert.

Immerhin waren wir 15 Frauen, deren Empörung so weit reichte, dass sie – an den Stellen, wohin der Schatten nicht mehr reichte – in der glühenden Sonne standen. Viele PassantInnen waren desinteressiert, manche haben uns ermutigt. Ein junger Mann „mit Migrationshintergrund“ war stolz, als er sich mit uns und unserem Transparent fotografieren ließ.

Hilde

OMAS GEGEN RECHTS BERLIN - Wir haben Platz

MENSCHEN AUS MORIA AUFNEHMEN – WIR HABEN PLATZ! Mahnwache an der Weltzeituhr

Demonstrieren kann Freude machen, besonders dann, wenn es so viel Zuspruch gibt wie heute.  Wir OMAS GEGEN RECHTS legten heute eine Extra-Mahnwache unter der Weltzeituhr am Alexanderplatz ein.

Unter dem Motto „MENSCHEN AUS MORIA AUFNEHMEN – WIR HABEN PLATZ“ wollten wir auf unser Anliegen aufmerksam machen. Die Resonanz war erfreulich positiv und macht Mut.  Viele Passanten äusserten ihre Zustimmung duch Bravorufe oder „Richtig so“ oder hielten ihre Daumen hoch. Junge Leute baten um Erlaubnis zu fotografieren,  weil sie die Fotos posten und so „Werbung“ machen wollten. Für uns war die große Zustimmung Ansporn für nächste Aktionen, z.b. für die Teilnahme an der Seebrücke-Demo am Sonntag.

Noch einmal: MENSCHEN AUS MORIA AUFNEHMEN – WIR HABEN PLATZ!

Doris

OMAS GEGEN RECHTS - Mahnwache

„Papa, was sind OMAS GEGEN RECHTS? – Das sind die guten Omas!“

Dieser kurze Dialog zwischen Tochter und Vater, aufgeschnappt am Rand unseres OMA-Kreises rund um die Weltzeituhr,  gehörte zu den vielen erfreulichen und erfreuenden Momenten bei unserer Juli-Mahnwache. Wir waren wieder zahlreich, („wie immer“, möchte ich sagen). Und wie immer war zu spüren, wie wichtig uns dieses Treffen zur Mahnwache ist, gleichermaßen wegen der Außenwirkung wie zum Wiedersehen und Sprechen mit vertrauten OMAS. Eine neue OMA erklärte mir, sie teile mit Begeisterung Flyer aus – und sie wurden ihr auch gern abgenommen. Der Alex war wieder gut besucht, fast wie in Vor-Corona-Zeiten, auch Touris waren wieder unterwegs, die uns OMAS als Hauptstadt-Attraktion fotografierten, den Daumen hochreckten … Die üblichen paar dummen Sprüche gabs natürlich auch, keine ernsthaften oder ernst zu nehmenden Aggressivitäten.

War nett jewesen. Wir sehen uns bei der nächsten Mahnwache am 7. August!

Frieda

Ich schweige, denn: Ich kann nicht atmen! (Mahnwache am Alexanderplatz)

Immer am 1. Freitag eines Monats stehen wir von 15:00 – 16:00 Uhr an der Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz, mahnend und zum Gespräch bereit. Eigentlich. Diesmal war das anders.

Einige von uns haben während der ganzen Stunde geschwiegen. „Ich schweige, denn: Ich kann nicht atmen!“

Wir engagieren uns für Vielfalt, für Menschenwürde, Gerechtigkeit, Verantwortung, Teilhabe und Solidarität – gegen RECHTS.

Rassismus ist RECHTS. Wir dachten während unserer Mahnwache auch an George Floyd.

Omas gegen Rechts – Mahnwachen und Weihnachtsmärkte

Regelmäßig am 1. Freitag des Monats standen die OMAS GEGEN RECHTS BERLIN zwischen 15:00 und 16:00 Uhr an der Weltzeituhr am Alexanderplatz. Im November ging das plötzlich nicht mehr, wegen einer Ausstellung, in die die Weltzeituhr einbezogen würde, hieß es. Im November standen die OMAS dann frierend und wenig beachtet am Fuße des Fernsehturms. Der Standort gefiel uns nicht. Trotzdem werden wir auch an diesem Freitag wieder dort stehen, mahnend und zum Gespräch bereit. Vielleicht müssen wir uns auch einfach mal die Beine vertreten und ein wenig herumlaufen. Zu finden sind die OMAS GEGEN RECHTS BERLIN zwischen den Weihnachtsmärkten am Alexanderplatz und dem Neptunbrunnen, am Fuße des Fernsehturms Gontard- Ecke Panoramastraße, 10179 Berlin.

Standhaft sein, das bedeutet nicht, sich nicht zu bewegen. Aber manchmal muss man auf seinem Standpunkt beharren. So wie die Omas gegen Rechts in Celle.