OMAS GEGEN RECHTS BERLIN  /  Deutschland-Bündnis
Mahnwache

MAHNUNG: Keine Stimme der AfD oder anderen Rechtsextremen

Mit gehörigen Abstand – die Zahlen steigen wieder – mahnten heute die OMAS GEGEN RECHTS Berlin an der Weltzeituhr: Keine Stimme der AfD oder anderen Rechtsextremen!

Unsere „Jung-OMA“ versuchte sich mit dem Bauchladen und hatte einige Gesprächspartner*innen. Nur noch mal zur Erinnerung: OMA GEGEN RECHTS-Sein, das ist eine Haltung und keine Biologie. Unsere Postkarten waren auch heute eine beliebte Erinnerung an die Impfung und die Antifa, das „Froschauge“ war auch dabei – und alle die nicht wissen, was damit gemeint ist, sollten eine der nächsten Gelegenheiten nutzen und uns treffen. Die Zeitung der AgR (Aufstehen gegen Rassismus) wurde mitgenommen.

Das heutige Fazit der Mahnwachen-OMAS: Männer über 60 sind offenbar anfälliger für die AfD – mehrere gaben sich als deren Wähler zu erkennen. Einem musste leider freundlich mitgeteilt werden, dass eine Einigung in der Diskussion wohl nicht zu erzielen sei und der Wunsch, er möge ein schönes Wochenende haben, war eine Verabschiedung. OMA muss auch NEIN und STOPP sagen können.

Eine OMA schrieb an die urlaubenden OMAS: „Zustimmung gab’s überwiegend.
Von jüngern und sehr jungen Menschen, vor allem Frauen. Einige bedankten sich bei uns dafür, dass wir mit „Keine Stimme für die AfD“ auf die Straße gehen. So etwas nimmt den unangenehmen Begegnungen den Stachel.“

Und morgen sind die OMAS wieder auf der Straße – siehe Kalender. Ab 13:00 Uhr geht es vor dem Bundeskanzleramt um die Rettung von Menschen aus Afghanistan.

OMA-Laden
OMA-Laden

Bilder von unserer Mahnwache am 7. Mai 2021

 

 

Nach langen Monaten der Kontakteinschränkungen haben wir uns in größerer Zahl wieder bei unserer Mahnwache zusammen gefunden. Wir waren froh, für unsere Sache dort sichtbar zu stehen und uns auch mal wieder „leibhaftig“ sehen zu können.

Der 8. Mai 1945 war unser Thema: Ende des Zweiten Weltkriegs, Ende des Nationalsozialismus, Befreiung vom Faschismus. – Leider war auf dem Alexanderplatz nicht viel los, so dass wir nur mit wenigen Menschen in Kontakt kamen. Einige positive Rückmeldungen und Gespräche gab es aber doch, und nach einer Weile stellte sich eine Flötistin an unsere Seite. Ihre Musik vermittelte uns ein Gefühl von Zuversicht, die wir immer wieder dringend brauchen, um nicht entmutigt zu werden. Wir möchten dazu beitragen, dass sich die Geschichte – unter welchem Vorzeichen auch immer – nicht wiederholt.

Ine und Cordelia

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Mahnwache am 9.4. – Kurzer Bericht

Mahnwache am 9. April 2021

STOPPT HASS UND HETZE

Mit unserer Mahnwachen wollten wir besonders auf die Gefährlichkeit von Hass und Hetze für die Demokratie und das friedliche Zusammenleben in unserer vielfältigen Gesellschaft hinweisen. Spätestens seit den NSU-Morden, den Morden in Hanau, in Kassel, in Halle (um nur einige zu nennen) konnten alle wissen, dass aus Worten Taten werden.

Die Rechtsextremisten und Rechtextremistinnen in der AFD, besonders Abgeordnete aus den Parlamenten, verbreiten ihre Brandreden über rechte Netzwerke, über Facebook, Twitter usw. (natürlich ohne die Gegenreden der Abgeordneten der demokratischen Parteien) und ermuntern so manche anderen Rechtsextremist*innen zum Handeln. 

Für die demokratischen Parteien heißt es nun, den Wählern und Wählerinnen eine ECHTE Alternative zu bieten, die Brandreden, die Menschenverachtung, die Verächtlichmachung zu entlarven. Klare Distanz zu Rassismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und Frauenfeindlichkeit und entsprechendes HANDELN sind ein weiteres Mittel um Diskriminierung und Ausgrenzung entgegen zu treten.

Übrigens, das Schönste an den Mahnwachen sind die Ermunterungen durch sehr junge Menschen. Ein Kurzdialog von heute: „Toll, dass Ihr das macht, macht weiter so!“ Antwort: „Macht weiter so mit Fridays for Future!“

Doris Hensen, 9. April 2021

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MAHNWACHE ZUM INTERNATIONALEN TAG GEGEN RASSISMUS

Die komplette AG Antirassismus plus Verstärkung durch andere OMAS war trotz des widerlichen Wetters und wenig Publikum erschienen, um ihr Anliegen öffentlich zu machen: NEIN ZU RASSISMUS. Einige der Passagiere der Straßenbahn hielten den Daumen hoch, einige Flyer mit Artikeln der Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte konnten wir verteilen, ein vorbeieilender Mann schrie Beschimpfungen. Wir versuchen uns vorzustellen, wie uns bei täglicher rassistischer Diskriminierung zumute wäre, und wissen, dass wir in dieser Hinsicht privilegiert sind. So lange wir können, wollen wir ein Zeichen setzen und auch in Pandemiezeiten mit unserem Statement gegen Rassismus sichtbar bleiben. (Doris)

FLÜCHTENDE SOFORT AUFNEHMEN Mahnwache am 5. Februar

Die Weltzeituhr am Alex war gut besucht, als wir kurz vor 15 Uhr dort ankamen, um unsere Mahnwache zu beginnen. Eine Gruppe junger Leute hatte sich zu einer Kundgebung versammelt. Mit Spruchbändern, Plakaten und Reden forderten sie Verbesserungen des gegenwärtigen Bildungssystems. Gegen drei machten sie uns Platz an der Uhr, und kurz darauf starteten sie ihren Demonstrationszug.

Mit einigen von ihnen kamen wir ins Gespräch. Sie waren interessiert an unserer Arbeit und fanden uns richtig gut. Einer der  jungen Männer, ein Punk mit steilem Haarkamm, eilte schnell zu Hilfe, als es wegen der heftigen Windstöße Probleme beim Befestigen unserer Wandzeitung gab. Ja, es war wieder eine schöne Erfahrung zu sehen, dass sich die Jungen über die politisch aktiven OMAS GEGEN RECHTS freuten. Weiterlesen

Mahnwache – ein Zeichen: Oury Jalloh ist unvergessen!

Mahnwache für Oury Jalloh
Mahnwache für Oury Jalloh – Initiative OMAS GEGEN RECHTS BERLIN

Wie immer an einem Freitag Anfang des Monats fanden wir uns an der Weltzeituhr ein; den Infektionsmassnahmen geschuldet nur zu Viert, im Intervall und mit Abstand.

Die heutige Mahnwache widmeten wir Oury Jalloh.

Er floh vor dem Bürgerkrieg in Sierra Leone und verbrannte gefesselt in einer Polizeigewahrsamszelle in Dessau am 7. Jan. 2005.

Bis heute wurde niemand zur Verantwortung gezogen.

Die Texte zum Geschehen, die wir aufgeklebt hatten, fanden das Interesse besonders junger Leute, die noch nie etwas von Oury Jalloh gehört hatten. Uns war es wichtig, zu erinnern und fordern Aufklärung und Bestrafung derjenigen, die für Ouri Jallohs Tod verantwortlich sind.

#FightFor1Point5 – Botschaft an die EU-Onlinekonferenz von Fridays For Future

Mit dem Schriftzug #FightFor1Point5 – aus vielen Kerzen zusammengestellt –  sendeten die Fridays For Future-Jugendlichen eine eindrucksvolle Botschaft an die Teilnehmer der EU-Onlinekonferenz (11./12. Dezember 2020).

Schon am frühen Nachmittag hatten die FFF’s gefaltete Papiertüten mit Sand gefüllt, um die Teelichter fixieren zu können, diese bei beginnender Dunkelheit angezündet, so dass der akurat gestaltete Schriftzug leuchtete.

Es war a-kalt, die jungen Leute bewegten sich frierend, achteten auf den Abstand; die Polizei brauchte nicht einzugreifen, sie ordnete nur  den Straßenverkehr.

Während ich nach einer Stunde wieder nach Hause fuhr, mußten die FFF’s bis 18 Uhr auf dem Platz bleiben, um alles wieder abzuräumen.

Im März 2019 war ich zum ersten Mal freitags am Invalidenpark, wo Schüler*innen neben dem Wirtschaftsministerium lautstark

auf die Klimakatastrophe und die Zerstörung der Umwelt hingewiesen haben und von der Regierung forderten. endlich zu handeln. Damals bezeichnete man die Jugendlichen als “ Schulschwänzer“, sie bekamen von den Fachlehren Fehlstunden eingetragen.

Helge Braun (Kanzleramtsminister) monierte, wann endlich die schreienden Schüler vor seinem Fenster verschwinden würden.

Ich diskutierte mit Pädagogen*innen der Schule, in der ich mich ehrenamtlich engagiere, und betonte, dass die Freitag-Demos kein Schuleschwänzen, sondern politische Bildung sind. Gegenargument: In Deutschland gibt es Schulpflicht!!

Um so mehr freue ich mich jetzt, dass es den Jugendlichen von Fridays For Future in 2 Jahren gelungen ist, die Gesellschaft wachzurütteln und die Politiker die wissenschaftlichen Fakten nicht mehr negieren können, sondern endlich handeln müssen.

Ich danke allen FFF-Jugendlichen für das Engagement und die Ausdauer.

Als granny for future werde ich euch weiter unterstützen.

Christine

„Fridays for Future“-Demonstration in Berlin
Mahnwache für Moria

Protest in der Sonne

Der letzte Sommertag strahlte uns an, alle, die an der zweiten Mahnwache für Moria-BewohnerInnen am 23. September von 11-12 Uhr teilnahmen. Warum schon wieder eine Mahnwache?

Der Grund war, dass wir uns mit den österreichischen OMAs solidarisieren wollten. Die haben es noch etwas schwerer mit ihrer Regierung als wir mit unserer, weil Kanzler Kurtz und Konsorten sich standhaft weigern, auch nur einen Flüchtling zusätzlich ins Land zu lassen. Österreich gehört zu jenen Staaten in der EU, die sich einer weiteren Aufnahme von Flüchtlingen verweigern und damit das Elend in Moria und den anderen griechischen Inseln verstetigen. Weil die EU verantwortlich ist, haben wir vor der Vertretung der Europäischen Kommission Unter den Linden mit Transparenten und Plakaten demonstriert.

Immerhin waren wir 15 Frauen, deren Empörung so weit reichte, dass sie – an den Stellen, wohin der Schatten nicht mehr reichte – in der glühenden Sonne standen. Viele PassantInnen waren desinteressiert, manche haben uns ermutigt. Ein junger Mann „mit Migrationshintergrund“ war stolz, als er sich mit uns und unserem Transparent fotografieren ließ.

Hilde

OMAS GEGEN RECHTS BERLIN - Wir haben Platz

MENSCHEN AUS MORIA AUFNEHMEN – WIR HABEN PLATZ! Mahnwache an der Weltzeituhr

Demonstrieren kann Freude machen, besonders dann, wenn es so viel Zuspruch gibt wie heute.  Wir OMAS GEGEN RECHTS legten heute eine Extra-Mahnwache unter der Weltzeituhr am Alexanderplatz ein.

Unter dem Motto „MENSCHEN AUS MORIA AUFNEHMEN – WIR HABEN PLATZ“ wollten wir auf unser Anliegen aufmerksam machen. Die Resonanz war erfreulich positiv und macht Mut.  Viele Passanten äusserten ihre Zustimmung duch Bravorufe oder „Richtig so“ oder hielten ihre Daumen hoch. Junge Leute baten um Erlaubnis zu fotografieren,  weil sie die Fotos posten und so „Werbung“ machen wollten. Für uns war die große Zustimmung Ansporn für nächste Aktionen, z.b. für die Teilnahme an der Seebrücke-Demo am Sonntag.

Noch einmal: MENSCHEN AUS MORIA AUFNEHMEN – WIR HABEN PLATZ!

Doris