OMAS GEGEN RECHTS BERLIN  /  Deutschland-Bündnis

Danke Bretti, danke Antifaschist*innen

Zwei Wochenenden, vier Tage Protest gegen den Landesparteitag liegen hinter uns. Den Protest organisierte ein breites Bündnis.

Nein, wir haben nicht verhindern können, dass die AfD ihren Parteitag durchgeführt hat. Und doch waren wir erfolgreich!

Wir haben lautstark deutlich gemacht, dass es für die AfD keinen Raum in Berlin geben darf. Das war nicht zu überhören. Auch nicht im Livestream der AfD.

Einer, der das möglich gemacht hat, ist Bretti. Bretti hat an allen 4 Tagen jeweils ab 5:45 Uhr dafür gesorgt, dass die Technik „stand“.  Immer konzentriert, immer hilfreich, für jede Band, jede Redner*in.  Dafür soll hier man DANKE gesagt werden.

Danke Bretti!

DANKE auch an alle, die früh aufgestanden sind, um die Technik zu transportieren, DANKE an die KÜFA (das Essen war Spitze!), DANKE an die BANDS und Solist*innen, an die Redner*innen, DANKE an die Menschen, die Plakate geklebt haben und DANKE an die, die sich jeweils am frühen Morgen auf die Fahrräder gesetzt haben, um die AfDler zu „begrüßen“. DANKE auch an die Menschen, die das Lauch mitgebracht haben. Gemeinsam zu lachen, das ist wichtig!  (Hanna M.)

Wunschkonzert – Protest gegen den Landesparteitag der AfD

Das Leben ist kein Wunschkonzert. Das musste auch die Berliner AfD an diesem Wochenende erleben. Und am nächsten Wochenende wird nachgelegt! Punk, RAP, Metal und andere Hardcore Musik schallte hinüber ins Zelt der AfD. Aus gewöhnlich gut informierten Kreisen erfuhren die OMAS GEGEN RECHTS, dass sich die Anhängerinnen der rechtsextremen Partei mehrfach beschwerten: Die Musik sei zu laut.

Genauso war es gedacht. Weil wir gemeinsam laut sein müssen gegen Rassismus, Rechtsextremismus, Nazis und ihre Steigbügelhalter*innen.

Die Partei tagte auf einem landeseigenen Acker, den ihr das Land Berlin vermietet hat, in einem schnell erbauten Zelt und bewacht von einem „passendem“ Sicherheitsdienst. RBB berichtet: „Die Sicherheitsfirma „German Security“ hat oft damit geworben, Kooperationspartner der Polizei in Brandenburg zu sein. Nun hat die Behörde die Zusammenarbeit jedoch auf Eis gelegt, weil der Firma Verbindungen zur Neonaziszene vorgeworfen werden.“ Um das Gelände herum ließ die AfD einen Metallzaun errichten. Die Polizei sicherte die Veranstaltung der Rechtsextremen mit gewohnt großem Einsatz.

Die OMAS GEGEN RECHTS unterstützen das Protestbündnis gegen den Landesparteitag der AfD – Antifaschismus eint die Generationen. Spaß hatten wir auch, besonders mit BABSI TOLLWUT, die gut zu uns passt. Ab heute hat sie einen Button der OMAS GEGEN RECHTS, und wir empfehlen sie gern weiter. Und was empfehlen wir für das nächste Wochenende? Breite Proteste gegen den Landesparteitag der AfD. Beats für Solidarität! Livemusik für alle und alle, die Glück haben, treffen auf die eine oder die andere OMA GEGEN RECHTS.

RECHTEN VERSCHWÖRUNGSIDEOLOGIEN WIDERSPRECHEN – OMAS aus Berlin noch einmal in Halle

Am Montag, dem 31. Mai fanden auf dem Marktplatz von Halle gleichzeitig drei Kundgebungen statt, die gegensätzlicher nicht hätten sein können: Querdenker*innen forderten z.B. „Freiheit statt Maskerade“  vor der Marienkirche (dabei die Freiheit nutzend!), der rechtsradikale Sven L. stieg am gegenüberliegenden Rand des Platzes mal wieder auf das Dach seines Wagens und in der Mitte des Platzes versammelte sich das Hallenser Bündnis gegen Rechts zu einem Protestbündnis, darunter die OMAS GEGEN RECHTS als Mitaufruferinnen.

Nicht nur zahlenmäßig war das Bündnis weit überlegen, von den Querdenker*innen und Sven L. war so gut wie nichts zu vernehmen. Die jungen Leute vom Bündnis trugen 20m lange Banner auf denen „RECHTEN VERSCHWÖRUNGSIDEOLOGIEN WIDERSPRECHEN“ und „KEINE ZUSAMMENARBEIT MIT DER EXTREMEN RECHTEN“ stand. Ersteres zog eine Abstandslinie zu den Querdenker*innen, das zweite Banner wurde S.Liebig und seiner Minitruppe entgegengehalten. Immer wieder schirmten die jungen Leute mit dem roten Banner die Menschen der Gegenkundgebung gegen aufdringliche, rechte Livestreamer ab und am Ende der Veranstaltung verhinderten sie und die Polizei, dass der aufgebrachte Sven L. zu den Gegendemonstrant*innen gelangen konnte.

Der Weg von Berlin nach Halle ist realtiv kurz und so hatten wir uns kurzfristig entschieden, die OMAS in Halle zu unterstützen.

Die AfD ist unwählbar!

Kaum war das Band der Solidarität #unteilbar durch Halle gezogen, machten sich einige OMAS auf den Weg. Sie fuhren noch nicht nach Hause, sondern nach Merseburg (Saalekreis), das nur wenige Kilometer entfernt liegt. Hier wollte die AfD auf einer Wahlkampfveranstaltung um Stimmen werben und hatte dazu auch den Faschisten Höcke* eingeladen. Die AfD verlegte extra ihre Versammlung zeitlich nach vorn, um zu auszunutzen, dass viele Demokrat*Innen gerade in Halle ein Band der Solidarität zogen und nicht in Merseburg vor Ort sein konnten, aber sie hatte sich verrechnet:  Ganz viele Menschen kamen, um gegen die rassistische Partei zu protestieren. Und es waren erneut viele OMAS GEGEN RECHTS dabei. Redner*innen machten darauf aufmerksam, wie sich die AfD in den Parlamenten verhält, sie stört und erweist sich als die faulste Partei.  Faul, das ist sie im doppelten Sinne des Wortes.

Während dieser Protestkundgebung wurden auch Statements der OMAS GEGEN RECHTS aus  Regionalgruppen der OMAS über den Lautsprecher abgespielt, sie nannten viele Gründe, warum die AfD unwählbar ist. Für jedes Statement gab es Applaus von den jungen Leuten, die anwesend waren. Beweis dafür, dass wir OMAS GEGEN RECHTS nicht allein sind.

*Höcke darf als Faschist bezeichnet werden, dazu gibt es ein richterliches Urteil.

(Hannah)

Keine Stimme für die AfD

BAND DER SOLIDARITÄT oder DU BIST HALLE

BAND DER SOLIDARITÄT – Unter diesem Motto fand am 29. Mai die Abschlussaktion von #unteilbar Sachsen- Anhalt eine Woche vor der Landtagswahl statt. Befürchtet wird von vielen besorgten Menschen, dass die AFD an Stimmen gewinnt.
Gemeinsam mit den OMAS GEGEN RECHTS aus Halle und weiteren OMAS aus Hannover, Bremen und Osnabrück, standen wir Berliner OMAS zwischen den Schwerpunkten „Flucht, Asyl, Menschenrechte, Bildung“ und „Antirassismus, Antifaschismus“ so lange, bis gegen 15.00 Uhr das Band geschlossen werden konnte.
Claus Wegner von #unteilbar Sachsen – Anhalt sagte: „Als Bündnis haben wir vor der Landtagswahl mit rund 2000 Teilnehmer*innen beim Band der Solidarität ein mutmachendes Zeichen gesendet: Wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen und wir stehen zusammen für eine demokratische, vielfältige und solidarische Gesellschaft. Das Band der Solidarität war eine Ansage: Wer mit der extremen Rechten zusammenarbeitet, hat mit der ganzen solidarischen Gesellschaft zu rechnen.“ (Doris)

Die OMAS seht Ihr ab 2:03!

Stolpersteine

Minna Bergmann war 78 Jahre alt, als sie in Theresienstadt ermordet wurde, Gertrud Heymann war 81 Jahre alt, Pauline Hirschfeld beging mit 88 Jahren Suizid, um ihrer Deportation zu entgehen.

Drei Namen, drei ausgelöschte Leben.

Die Initiative Bundesplatz hat diese und weitere 21 Biographien recherchiert. Im Bezirk Wilmersdorf war der Anteil jüdischer Bewohnerinnen und Bewohner am höchsten – jede/r siebte war jüdisch. An viele von ihnen erinnert bereits ein Stolperstein.

Als im vergangenen Herbst die neuen Stolpersteine finanziert werden sollten, haben auch OMAs sich beteiligt, denn jeder Stolperstein trägt dazu bei, dass die Erinnerung an die Menschen wach bleibt, die früher rund um den Bundesplatz gewohnt haben. Die meisten waren schon über sechzig Jahre alt – wie wir heute -, als die Nazis sie aus ihrem Lebensumfeld rissen, sie deportierten und ermordeten.

In wenigen Tagen wird es nun für sie endlich Stolpersteine geben:

Am 2. Juni 2021 werden morgens ab 9.00 Uhr jeweils zwei Stolpersteine vor den Häusern Bruchsaler Straße 6 und 12 verlegt, am 4. Juni ab 12.00 Uhr erfolgt die Verlegung von insgesamt 20 Stolpersteinen vor sechs Häusern rund um den Bundesplatz, beginnend vor Haus Nr.1.

Auch wenn  wegen der Pandemie keine große Gedenkveranstaltung die Verlegung der Stolpersteine umrahmen wird, wird es doch möglich sein teilzunehmen und auch Blumen niederzulegen.

Für uns alle sollte der wache Blick auf alte und neue Stolpersteine in der ganzen Stadt und darüber hinaus selbstverständlich sein – tot ist nur, wer vergessen ist. Wir dürfen und wollen nicht vergessen.

Frieda