OMAS GEGEN RECHTS Berlin  /  Deutschland-Bündnis
Keine Stimme für die AfD

BAND DER SOLIDARITÄT oder DU BIST HALLE

BAND DER SOLIDARITÄT – Unter diesem Motto fand am 29. Mai die Abschlussaktion von #unteilbar Sachsen- Anhalt eine Woche vor der Landtagswahl statt. Befürchtet wird von vielen besorgten Menschen, dass die AFD an Stimmen gewinnt.
Gemeinsam mit den OMAS GEGEN RECHTS aus Halle und weiteren OMAS aus Hannover, Bremen und Osnabrück, standen wir Berliner OMAS zwischen den Schwerpunkten „Flucht, Asyl, Menschenrechte, Bildung“ und „Antirassismus, Antifaschismus“ so lange, bis gegen 15.00 Uhr das Band geschlossen werden konnte.
Claus Wegner von #unteilbar Sachsen – Anhalt sagte: „Als Bündnis haben wir vor der Landtagswahl mit rund 2000 Teilnehmer*innen beim Band der Solidarität ein mutmachendes Zeichen gesendet: Wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen und wir stehen zusammen für eine demokratische, vielfältige und solidarische Gesellschaft. Das Band der Solidarität war eine Ansage: Wer mit der extremen Rechten zusammenarbeitet, hat mit der ganzen solidarischen Gesellschaft zu rechnen.“ (Doris)

Die OMAS seht Ihr ab 2:03!

Wir fahren nach Halle! Wir sind #unteilbar

Leider liegt in einigen Umfragen die AFD vorn. Das zeigt, wie wichtig es ist, diejenigen in Halle zu unterstützen, die sich für eine vielfältige Gesellschaft einsetzen. Die OMAS GEGEN RECHTS aus dem Deutschlandbündnis haben Statements von OMAS aus ganz Deutschland gesammelt und nehmen sie als akustischen Gruß mit nach Halle.

 

Abstand halten wir auch nach Rechts

Kundgebung
Kundgebung

Redebeitrag einer OMA GEGEN RECHTS gehalten auf der Kundgebung – Pankow – bunt und weltoffen – geschlossen gegen Rechts /es gilt das gesprochene Wort

Liebe PankowerInnen, liebe Gäste von „außerhalb“,

wir sind hier, weil für unseren Kiez, für Pankow – eine verschwörungsideologische Kundgebung von Coronaleugnern angekündigt ist. Wir können das nicht unwidersprochen lassen.

Wir bedanken uns bei allen unseren FreundInnen, die aus anderen Kiezen gekommen sind, um uns zu unterstützen. Es ist uns wichtig zusammenzustehen.

Mehr als 3,2 Millionen Corona-Tote sind weltweit gemeldet und die WHO geht von einer großen Dunkelziffer aus. Sie schätzt, dass die Zahl zwei oder dreifach höher sein könnte. Wir sind hier in einer privilegierten Lage, wir leben in einem Land, in dem sich viele gut schützen können. Kritik an staatlichen Maßnahmen ist legitim und notwendig – die Ärmsten wurden auch in dieser Krise oft vergessen, aber wir leben in einer Demokratie und können unsere demokratischen Rechte wahrnehmen und Gerechtigkeit fordern.

Wer behauptet, wir lebten in einer Diktatur, relativiert das Naziregime!

Unter dem Motto „Pfingsten in Berlin“ wollten Coronaleugner und ihr braunes Gepäck unsere Stadt unsicher – im wahrsten Sinne der Worte – machen und sie kamen, obwohl ihre Demonstrationen verboten wurden. Die wurden nicht verboten, weil wir in einer Diktatur leben, sondern weil absehbar war, dass sie sich wiederum nicht an die Regeln halten würden – die zum Schutz der Gesundheit notwendig sind. Die Maske ist kein Maulkorb!

In einem extra umgedichteten „Bolle reiste einst zu Pfingsten“-Mobilisierungs-Song heißt es: „Hat die Maske weggerissen und ALLE fest umarmt, gerade deshalb hat sich Bolle ganz köstlich amüsiert.“

Wir finden das nicht lustig!

Wir wissen schon lange, dass mit Abstand und Maske die Verbreitung des für viele tödlichen Virus eingeschränkt werden kann.

Deshalb sind wir solidarisch und versuchen durch unser Verhalten dazu beizutragen, dass sich weniger Menschen infizieren, dass deshalb weniger an dem Virus erkranken und vielleicht sogar sterben.

Auch das für die Pfingsttage veröffentlichte „Manifest“ der Verschwörungsideologen soll mit seinen Forderungen weismachen, wir würden in einer Diktatur leben, es gäbe keine Pressefreiheit und in Anlehnung an den sogenannten Corona-Ausschuss fordern sie, dass alle „Verantwortlichen“ zur Rechenschaft gezogen werden.

Sie fordern, „das Recht auf selbst bestimmten Umgang mit unserem Körper“ und was das in der Praxis für sie bedeutet, haben wir auf diversen Demonstrationen erlebt: Ihr „Recht“ setzen sie über das aller anderen Menschen auf Gesundheit. Sie verweigern SOLIDARITÄT. Sie reden von einem Regime – als hätten wir keine gewählten Volksvertreter.

Sie reden vom sogenannten „Great Reset“, sie benutzen immer wieder antisemitische Codes und  grenzen sich keineswegs klar ab gegen das rechtsextreme Spektrum. Die Anmelderinnen der Kundgebungen und Demonstrationen sind auch vorher schon in Erscheinung getreten – ich empfehle Euch die Veröffentlichungen der mobilen Beratung gegen Rechts, die dazu aufklären.

Obwohl inzwischen bekannt ist, wer bei den Querdenken-Demos und Schweigemärschen mitorganisiert und dort mitläuft, werden wir oft aufgefordert mit ihnen zu reden. Nein, wir reden nicht mit ihnen!

Wer mit Nazis und Antisemiten gemeinsam demonstriert, stellt sich abseits des Diskussionsspektrums!

Ich gehöre zu den OMAS GEGEN RECHTS BERLIN/ Deutschland-Bündnis. Zu uns gehörte auch Dorothee Rudat – die Gründerin des Passagen-Blogs. „Passsagen will das Bild der Wirklichkeit unseres Altwerdens und Altseins malen: vielfältig, bunt, solide und schräg, mit unseren Perspektiven und Vorstellungen, … und Sie auch manchmal zum Lachen bringen“ schrieb Dorothee im Editorial.

Das Lachen hat nicht gereicht – schreib am Anfang des Jahres einer ihrer Freunde.

Dorothee Rudat starb am 26.12.2020 an den Folgen einer Corona-Infektion.

Wir stehen hier auch, weil die Pandemie-Leugner des Virus es mit ihrem Verhalten in Kauf nehmen, das Menschen sterben. Dabei war es noch nie so einfach Leben zu retten – Abstand halten und Maske auf.

Und den Abstand halten wir auch nach Rechts – immer und überall!

Demo: Ihr seid keine Sicherheit!

8. Mai 2021, 12:50 Uhr. Kurz vor Beginn der Demonstration „Ihr seid keine Sicherheit!“, zu der das Aktionsbündnis Antirassismus aufgerufen hatte, sprach uns auf dem Mehringdamm/ Ecke Dudenstraße ein älterer Herr an und erkundigte sich danach, worum es denn ginge. Gegen Rassisten und Nazis in den Sicherheitsbehörden, antworteten wir. Daraufhin empörte er sich und hier sei nur die Kurzfassung wiedergegeben: Er habe bis vor 6 Jahren dort drüben gearbeitet, wobei er auf das ca. 250 Meter entfernte Landeskriminalamt zeigte. Nur Dreck und Lärm und Gewalt gebe es überall dort, wo Ausländer seien! Und Kriminalität! Außerdem lebten bald mehr Ausländer in Deutschland als Deutsche! Sarrazin habe doch recht mit seinem Buch, ja, Deutschland schaffe sich ab! – Puh!

Unseren Flyer allerdings fand er charmant.

Wir indes wussten nun umso besser, weshalb wir uns dem Demonstrationszug, der sich aus unzähligen linken Initiativen zusammensetzte, unbedingt anschließen mussten.

Freiheit für Julian Assange, das fordern auch die OMAS GEGEN RECHTS

Freiheit für Julian Assange, das fordern auch die OMAS GEGEN RECHTS. Regelmäßig beteiligen sich OMAS unserer Gruppe an Aktionen, so auch am 26.11.2020 vor der Botschaft von Großbritannien. Wir halten konsequent Abstand – besonders gegen Rechts – aber auch zueinander, denn das ist nötig in dieser Zeit, um andere Menschen und uns selbst nicht zu gefährden. Wir setzen aber auch Zeichen auf der Straße – denn in dem Auslieferungsprozess um den Wikileaks-Gründer Julian Assange steht sein Leben auf dem Spiel!

Flügel statt Flügel

Am Vormittag des 27. Oktober wählte die Brandenburger AfD-Landtagsfraktion einen neuen Fraktionsvorsitzenden als Nachfolger für den rechtsextremen Höcke-Freund Andreas Kalbitz.

Wenn auch der AfD-Flügel formal aufgelöst worden ist, sind die Flügel-Anhänger weiterhin aktiv. Immer wieder müssen wir ihre ungeheuerlichen Äußerungen lesen und hören, die sie in der Öffentlichkeit von sich geben. Gewählt wurde Hans Christoph Berndt, ein ausgewiesener Flügel-Anhänger, Vorsitzender eines neonazistischen „Heimatliebe“-Vereins und radikaler Corona-Verharmloser.

„Wir Brandenburger lieben den Flügel, aber nicht den AfD-Flügel, sondern den Konzertflügel!“

Deshalb organisierte das Aktionsbündnis für Toleranz und Weltoffenheit unter dem Motto „Flügel statt Flügel“ zeitgleich eine Veranstaltung auf dem Alten Markt direkt vor dem Landtag.

Zusammen mit den Potsdamer OMAS und ein paar hundert weiteren Teilnehmer*innen lauschten wir Berliner OMAS dem virtuosen Spiel mehrerer Künstler von Igor Levit bis Sebastian Krumbiegel.

Auch heute einte uns alle der Gedanke: „Wir sind mehr!“ oder wie eine Pianistin sagte: „Der Herbst ist nicht braun, der Herbst ist bunt!“

Ich wünsche uns viele solche motivierenden Gelegenheiten, unsere Haltung gemeinsam sichtbar zu machen.

Frieda

OMAS GEGEN RECHTS aus Berlin und Potsdam – Veranstaltung gegen die AFD in Potsdam
OMAS GEGEN RECHTS BERLIN - Wir haben Platz

MENSCHEN AUS MORIA AUFNEHMEN – WIR HABEN PLATZ! Mahnwache an der Weltzeituhr

Demonstrieren kann Freude machen, besonders dann, wenn es so viel Zuspruch gibt wie heute.  Wir OMAS GEGEN RECHTS legten heute eine Extra-Mahnwache unter der Weltzeituhr am Alexanderplatz ein.

Unter dem Motto „MENSCHEN AUS MORIA AUFNEHMEN – WIR HABEN PLATZ“ wollten wir auf unser Anliegen aufmerksam machen. Die Resonanz war erfreulich positiv und macht Mut.  Viele Passanten äusserten ihre Zustimmung duch Bravorufe oder „Richtig so“ oder hielten ihre Daumen hoch. Junge Leute baten um Erlaubnis zu fotografieren,  weil sie die Fotos posten und so „Werbung“ machen wollten. Für uns war die große Zustimmung Ansporn für nächste Aktionen, z.b. für die Teilnahme an der Seebrücke-Demo am Sonntag.

Noch einmal: MENSCHEN AUS MORIA AUFNEHMEN – WIR HABEN PLATZ!

Doris

Antifa-Fahrradkorso des VVN-BdA

Etwa 50 politisch Engagierte verschiedener Aktionsbündnisse und Vereine radelten am 13. September 2020 von der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik zum Rosa-Luxemburg-Platz. Die Stimmung war gut, nicht ausgelassen, aber optimistisch, solidarisch und kämpferisch. Mit Kindern im Fahrradanhänger bis hin zu Senior*innen bildeten wir ein breites Altersspektrum ab und nahmen nicht den kürzesten, sondern in jeder Hinsicht etwas längeren, geschichtsträchtigen Weg. Unterwegs machten wir mit kleinen Kundgebungen Halt an zahlreichen Orten, die zum Gedenken und Mahnen einerseits sowie zum Protestieren andererseits auffordern. Die Wirkung wurde nicht verfehlt, Anwohner*innen öffneten ihre Fenster, lauschten und winkten.

Einige Stationen:

Gleich zu Beginn gedachten wir auf dem Gelände der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik der Opfer der Euthanasie.

Wir erinnerten dann an den Untergrund-Treffpunkt der Sozialistischen Arbeiterpartei vor dem ehemaligen Wohnhaus von Walter Kluge.

Am Nachtigalplatz ging unsere Forderung nach neuen Namen für einige der Straßen im Afrikanischen Viertel über in den Protest gegen Anwohner*innen, die deren jetzige Benennung nach ehemaligen Kolonialherren beibehalten wollen.

Vor den Pharussälen in der Müllerstraße ließen wir die Musik der Swing-Jugend erklingen.

Nahe der Druckerei der Wochenzeitung der KDW – kein Kaufhaus, sondern pseudodemokratische Demokratiefeinde namens Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand – erfuhren Anwohner*innen von unserer gegnerischen Meinung.

Der Berliner VVN-BdA organisiert jedes Jahr am zweiten Sonntag im September einen antifaschistischen Fahrradkorso.

Es ist eine gute Methode, die Menschen der Stadt mit wichtigen Inhalten zu konfrontieren: Wir erreichen auch jene, die zu Demonstrationen und Kundgebungen nicht gehen. Wir kommen quasi zu ihnen nach Hause.

Im nächsten Jahr mieten sich Frauen der Berliner Initiative OMAS GEGEN RECHTS ein Gruppenfahrrad – meist Bierbike genannt, damit auch jene teilnehmen können, die nicht mehr so sportlich sind?