OMAS GEGEN RECHTS BERLIN  /  Deutschland-Bündnis
Strandbad Plötzensee

Plötzensee: Strandbad ohne Nazis

Von ihrem Hausrecht Gebrauch gemacht und den selbsternannten „Volkslehrer“ Nikolai Nerling rausgeschmissen haben sie, nachdem der in der Strandbar gegen Juden und Ausländer zu pöbeln begonnen und den Holocaust geleugnet hatte.

Eine kleine Gesandtschaft der Berliner Initiative OMAS GEGEN RECHTS war heute dort, wärmte sich in wirklich netter Runde am Lagerfeuer und sicherte dem Betreiber und seinen Mitarbeiter*innen Solidarität zu.

Mahnwache für Moria

Protest in der Sonne

Der letzte Sommertag strahlte uns an, alle, die an der zweiten Mahnwache für Moria-BewohnerInnen am 23. September von 11-12 Uhr teilnahmen. Warum schon wieder eine Mahnwache?

Der Grund war, dass wir uns mit den österreichischen OMAs solidarisieren wollten. Die haben es noch etwas schwerer mit ihrer Regierung als wir mit unserer, weil Kanzler Kurtz und Konsorten sich standhaft weigern, auch nur einen Flüchtling zusätzlich ins Land zu lassen. Österreich gehört zu jenen Staaten in der EU, die sich einer weiteren Aufnahme von Flüchtlingen verweigern und damit das Elend in Moria und den anderen griechischen Inseln verstetigen. Weil die EU verantwortlich ist, haben wir vor der Vertretung der Europäischen Kommission Unter den Linden mit Transparenten und Plakaten demonstriert.

Immerhin waren wir 15 Frauen, deren Empörung so weit reichte, dass sie – an den Stellen, wohin der Schatten nicht mehr reichte – in der glühenden Sonne standen. Viele PassantInnen waren desinteressiert, manche haben uns ermutigt. Ein junger Mann „mit Migrationshintergrund“ war stolz, als er sich mit uns und unserem Transparent fotografieren ließ.

Hilde

OMAS GEGEN RECHTS BERLIN - Wir haben Platz

MENSCHEN AUS MORIA AUFNEHMEN – WIR HABEN PLATZ! Mahnwache an der Weltzeituhr

Demonstrieren kann Freude machen, besonders dann, wenn es so viel Zuspruch gibt wie heute.  Wir OMAS GEGEN RECHTS legten heute eine Extra-Mahnwache unter der Weltzeituhr am Alexanderplatz ein.

Unter dem Motto „MENSCHEN AUS MORIA AUFNEHMEN – WIR HABEN PLATZ“ wollten wir auf unser Anliegen aufmerksam machen. Die Resonanz war erfreulich positiv und macht Mut.  Viele Passanten äusserten ihre Zustimmung duch Bravorufe oder „Richtig so“ oder hielten ihre Daumen hoch. Junge Leute baten um Erlaubnis zu fotografieren,  weil sie die Fotos posten und so „Werbung“ machen wollten. Für uns war die große Zustimmung Ansporn für nächste Aktionen, z.b. für die Teilnahme an der Seebrücke-Demo am Sonntag.

Noch einmal: MENSCHEN AUS MORIA AUFNEHMEN – WIR HABEN PLATZ!

Doris

Antifa-Fahrradkorso des VVN-BdA

Etwa 50 politisch Engagierte verschiedener Aktionsbündnisse und Vereine radelten am 13. September 2020 von der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik zum Rosa-Luxemburg-Platz. Die Stimmung war gut, nicht ausgelassen, aber optimistisch, solidarisch und kämpferisch. Mit Kindern im Fahrradanhänger bis hin zu Senior*innen bildeten wir ein breites Altersspektrum ab und nahmen nicht den kürzesten, sondern in jeder Hinsicht etwas längeren, geschichtsträchtigen Weg. Unterwegs machten wir mit kleinen Kundgebungen Halt an zahlreichen Orten, die zum Gedenken und Mahnen einerseits sowie zum Protestieren andererseits auffordern. Die Wirkung wurde nicht verfehlt, Anwohner*innen öffneten ihre Fenster, lauschten und winkten.

Einige Stationen:

Gleich zu Beginn gedachten wir auf dem Gelände der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik der Opfer der Euthanasie.

Wir erinnerten dann an den Untergrund-Treffpunkt der Sozialistischen Arbeiterpartei vor dem ehemaligen Wohnhaus von Walter Kluge.

Am Nachtigalplatz ging unsere Forderung nach neuen Namen für einige der Straßen im Afrikanischen Viertel über in den Protest gegen Anwohner*innen, die deren jetzige Benennung nach ehemaligen Kolonialherren beibehalten wollen.

Vor den Pharussälen in der Müllerstraße ließen wir die Musik der Swing-Jugend erklingen.

Nahe der Druckerei der Wochenzeitung der KDW – kein Kaufhaus, sondern pseudodemokratische Demokratiefeinde namens Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand – erfuhren Anwohner*innen von unserer gegnerischen Meinung.

Der Berliner VVN-BdA organisiert jedes Jahr am zweiten Sonntag im September einen antifaschistischen Fahrradkorso.

Es ist eine gute Methode, die Menschen der Stadt mit wichtigen Inhalten zu konfrontieren: Wir erreichen auch jene, die zu Demonstrationen und Kundgebungen nicht gehen. Wir kommen quasi zu ihnen nach Hause.

Im nächsten Jahr mieten sich Frauen der Berliner Initiative OMAS GEGEN RECHTS ein Gruppenfahrrad – meist Bierbike genannt, damit auch jene teilnehmen können, die nicht mehr so sportlich sind?

Mir dämmert es…

Bild

…an der Baumgruppe in der Hasenheide fand ich die Tuba nicht. Ich erfuhr: Sie musste umziehen, mit allen Begleiter*innen. Die beiden Polizeiautos, über die ich beinahe gestolpert war, als ich den Park betreten hatte, hatten die Musik verjagt. Tuba darf man in der Hasenheide nicht spielen. Stört es die Hasen? Die antifaschistische Chorprobe mit Tuba zog deshalb um, auf das Tempelhofer Feld. Ich trabte (langsam) hinterher. Mein Schrittziel habe ich heute erreicht und ich kann nur sagen: Morgen ab 15:00 Uhr die

Enteignungs-Oper „Grunewalddämmerung“

auf dem Johannaplatz

wird das Kunstereignis des Jahres und zudem der Beginn einer neuen Gesellschaftsordnung, sofort nachdem der Kapitalismus untergegangen ist. 

Wo eine Villa ist, ist auch ein Weg. Nach dem Plenum ist vor der Oper.

Vorfreude, schönste Freude – KLICK

Halle – Erfolgreiche Solidaritätsaktion der OMAS GEGEN RECHTS für eine angegriffene OMA in Halle

Ein Männlein steht in Halle am Marktplatz rum,

er schreit und tobt verzweifelt, man fragt warum?

Noch immer habe ich dieses Lied, das auf die Melodie „Ein Männlein steht im Walde….“ gesungen wurde und das am letzten Samstag auf dem Marktplatz in Halle erschallte, genüsslich im Ohr!

Refrain:

Oh wie schön könnt’ Halle sein,

sperrte man das Männlein ein,

denn dann hört es eeendlich auf
 zu schrei’n.

 Unser Vorhaben, gegen den Rechtsextremen Sven Liebich zu protestieren, hat geklappt!

Am Samstag, den 8.8.20 reisten OMAs aus verschiedenen Teilen der Bundesrepublik nach Halle zum Marktplatz, um L. die Stirn zu bieten. Dieser nervt nämlich nicht nur jeden Samstag die Hallenser mit rechtsextremistischem Geschrei auf dem Marktplatz. Er diskriminierte dort und anderswo auch bereits mehrfach die OMAS GEGEN RECHTS mit respektlosen und beleidigenden Sprüchen. Besonders eine OMA aus Halle hatte dies schmerzlich hinnehmen müssen und so beschlossen OMAs aus mehreren Bundesländern, eine lange Anfahrt, das Risiko, unschöne Dinge ertragen zu müssen und nicht zuletzt die Hitze (34°Grad!) in Kauf zu nehmen, um dem „Männlein von Halle“ mittels lautestem Trillerpfeifen, Sprechchören und Liedern die Show zu stehlen.

Um 14.30 Uhr schritten von allen Seiten ca. 80 – 100 mutige und entschlossene OMAs, mit weißen OMAS GEGEN RECHTS-Sonnenschirmen und Schildern ausgerüstet, zielstrebig und würdevoll auf den Marktplatz und erreichten mittels lauten Trillerpfeifens, dass der Rechtsextreme nicht  – wie sonst – herumschreien konnte.

Liebich wurde von der OMA-Invasion völlig überrascht und aus dem Konzept gebracht. Er war nicht in der Lage, auf die Situation zu reagieren, außer, dass er vergeblich versuchte, die OMAs mittels Musik aus seinem Lautsprecher zu übertönen. Dies gelang ihm aber nicht! Die OMAs wurden nämlich durch lautstarke Samba-Rythmen und Parolen der Gruppe „Rhythms of resistance“ unterstützt. Trotz der Hitze tanzten die Omas und es wurde der gemeinsame Widerstand gefeiert. Auch von der Kirche kam Unterstützung: Um 15:00 Uhr läuteten die Kirchenglocken außerplanmäßig lange! Eine mächtige akkustische Gegenfront der „OMA-Seite“machte es Liebich unmöglich, seinen Livestream mitlaufen zu lassen. Er löschte ihn. Ist seine Zeit um? Ja, er weiß es nur noch nicht!

Den restlichen Liedtext möchte ich den Leser*innen nicht vorenthalten:

Ein Männlein steht in Halle am Marktplatz rum,

er meint er ist der Größte, man fragt warum?

Refrain

Ein Männlein steht in Halle am Marktplatz rum,

beleidigt, hetzt und pöbelt, bis seine Zeit ist um.

Refrain  

 Ein Männlein steht in Halle am Marktplatz rum,

erzählt ganz viele Märchen, ach blieb es stumm.

Refrain  

Ein Männlein steht in Halle am Marktplatz rum,

wir Omas stehn zusammen, denn seine Zeit ist um.

Refrain:

Oh wie schön könnt’ Halle sein,

sperrte man das Männlein ein,

denn dann hört es eeendlich auf
zu schrein.

Weiter so, liebe OMAs!!!

Es folgt noch eine Bilderstrecke!

V.

 

Protest gegen rechtsoffene Demo

Ich nehme gedanklich die Position einer außenstehenden Beobachterin der heutigen Demonstration von Corona-Leugner*innen und der Gegenkundgebung dazu ein, also einen Perspektivwechsel vor: Was soll ich davon halten? Es ziehen etliche Tausend aus der gesamten Bundesrepublik zusammengetrommelte Gegner*innen der Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus durch die Berliner Innenstadt und viele von ihnen rufen genau dasselbe wie die wenigen Hundert Gegendemonstrant*innen, nämlich „Nazis raus!“ und schwenken bunte Fahnen mit Friedenssymbolen. Ich denke also, hey Leute, wunderbar! Wenn ihr alle gegen Nazis seid, tut euch doch einfach zusammen! Das jedoch tun sie nicht und es ergäbe auch keinen Sinn, dass Gleichgesinnte sich zunächst in Demo und Gegendemo aufteilen. Ich muss also genauer beobachten und siehe da, in dem Tausender-Zug gibt es nicht nur jene, die Friedenstauben und Gandhi-Plakate hochhalten, die Organisator*innen der Großdemo fühlen sich von der Maskenpflicht gegängelt, lehnen Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus grundsätzlich ab, weil sie dadurch ihre Freiheit bedroht sehen, unterstellen der Bundesregierung, sie wolle mit der Einführung der Impfpflicht die Demokratie aufweichen, und der Presse, sie sei der Handlanger der Regierung. „Your facts don’t matter“ steht auf einem Transparent. Verschwörungsmythen statt Fakten. Spätestens der antisemitische Satz „Lies die Protokolle“ – gesehen auf einem T-Shirt – sollte jedoch aufhorchen und die Polizei eingreifen lassen. Als die gedanklich außenstehende Beobachterin beginne ich also zu begreifen, in diesem Tausender-Zug sind mitnichten alle rechts oder rechtsextrem, aber die Demo ist rechtsoffen. Jene, denen wirklich nur einige der Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus ein Dorn im Auge sind, grenzen sich gegen rechts nicht ab und Rechtsextreme nehmen das Steuer in die Hand. Klar, dass die OMAS GEGEN RECHTS zur Gegenkundgebung auf- und dann wütend rufen: „Ihr marschiert mit Nazis und Faschisten!“, wenn ihnen die vermeintlichen Friedensheld*innen zuwinken.

#b0108

OMAS GEGEN RECHTS diskutieren Konsum

Sollen Produkte von Rechtsradikalen und Multiplikator*innen von Verschwörungsmythen aus dem Verkauf und, so Händler*innen sie nicht auslisten, sowohl boykottiert als auch zu ihrem Boykott aufgerufen werden?

Nehmen wir über unser Konsumverhalten Einfluss?

Lassen sich Produkte von der Ethik ihrer Produzent*innen trennen?

Ist das ein Thema der OMAS GEGEN RECHTS?

Falls es eines unserer Themen ist, wie setzen wir Prioritäten?

Wie viel Kraft haben wir, wofür wollen wir sie einsetzen?

Boykott – ja oder nein?

Wenn ja, boykottieren wir lediglich, gehen wir darüber hinaus mit der Information, dass OMAS GEGEN RECHTS boykottieren, an die Öffentlichkeit oder rufen wir gar zum Boykott auf?

Aktuell steht Attila Hildmann, der seine Volksverhetzung mit dem Verkauf seiner Kochbücher finanziert, im Fokus. Boykottieren oder ignorieren wir?

Doch nicht nur ihn haben wir im Visier.

Der Gründer und Chef von Rapunzel Naturkost trennt sich erst jetzt und damit sehr spät vom Marketing mit diesem Vegan-Koch.

Nestle verantwortet das Verdursten von Millionen, indem es Wasser privatisiert.

Die Spreewälder Hirsemühle ist in der Hand eines AfD-Funktionärs, der den Klimawandel leugnet.

Monsanto baut genmanipulierte Sorten in Monokultur an und düngt mit Glyphosat (Gift!).

Manch Landwirtschaftsbetrieb hält Mensch und Tier gleich unwürdig, pfercht (außer den Chefs) fast alle in Sammelunterkünfte.

Wir schaffen es nicht, uns um alles kümmern, so wichtig es auch wäre.

Gedenkstätte Brandenburg

Gedenkstättenfahrt – Brandenburg

„Die Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde liegt im Zentrum der Stadt Brandenburg an der Havel. Dort befand sich von Januar bis Oktober 1940 eine der 6 Tötungseinrichtungen der nationalsozialistischen Euthanasie-Aktion T4. Heute sind nur noch die Grundmauern der Scheune sichtbar, in der die Opfer durch Gas ermordet worden sind. Auf dem Gelände der ehemaligen Strafanstalt am Nicolaiplatz wurden mehr als

9.000 Frauen, Männer und Kinder aus psychiatrischen Krankenhäusern ermordet.“ (Text der Gedenkstätte)

Der Besuch in der Gedenkstätte hat mich stark berührt und beschäftigt mich noch sehr. Das Gedenken an die ermordeten Menschen macht mich traurig, die menschenverachtende Haltung nicht nur der Täter macht mich wütend.  Hinsehen, hinhören, mit unseren Blumen und Flyern ein Zeichen des Erinnerns, der Mahnung  dazulassen, war wichtig.  Aber besonders stark habe ich die Dringlichkeit empfunden, heute nicht nur wachsam zu sein gegenüber allen menschenverachtenden, rassistischen Zuschreibungen und Taten sondern auch aufzudecken, sichtbar und widerständig zu sein und Verbündete zu haben. Deshalb hat der Besuch der Gedenkstätte mir auch bewusst gemacht, wie froh ich bin, dass es unsere Initiative OMAS GEGEN RECHTS gibt und warum ich mich hier engagiere.

Herzlich Renate P.

Picknick im Bürgerpark in Pankow

Mit Abstand unser bestes Picknick seit einem Jahr! Unser herzlicher Dank geht an das Team vom Café Rosengarten, das uns nicht nur im Regen aufgenommen hätte, sondern uns auch Bänke „sponserte“ und sie für uns schleppte.

Das Buffett war super, auch wenn die von Renate in der Einladungsmail vermuteten 3 Nudelsalate fehlten. Es gab alles, was das OMA-Herz begehrte. Ich erspare Euch die Bilder, sie würden Begehrlichkeiten wecken, die dann erst im nächsten Jahr erfüllt werden können.

Wir haben viel gelacht und trotzdem diskutiert und das Wetter gemeinsam gelobt.

Eine doppelwandige Kaffeetasse wurde verloren und wiedergefunden, eine Mütze wird noch gesucht.

Es gab nicht nur viele verschiedene Speisen, sondern anschließend auch etwas auf die Ohren. Vielen Dank dafür an Andrej Hermlin & Swingin‘ Hermlins.

Wir kommen wieder.