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Mord bleibt Mord – Gedenken an Hatun Sürücü

Vor 15 Jahren wurde Hatun Sürücü planmäßig von ihren Brüdern ermordet. Auf offener Straße gab ihr jüngster Bruder die tödlichen Schüsse auf sie ab – verabredungsgemäß der jüngste, weil ihm die geringste Strafe drohte. Hatun Sürücü musste sterben, weil sie frei und selbstbestimmt leben wollte. Sie hatte sich aus einer arrangierten Zwangsehe gelöst und stand kurz vor dem Abschluss einer Berufsausbildung, was ihr auch eine wirtschaftliche Unabhängigkeit ermöglicht hätte.

Aus Anlass ihres Todestages fand am 7. Februar 2020 am Gedenkstein in der Oberlandstraße eine Gedenkfeier statt, zu der u.a. Terre des Femmes (www.frauenrechte.de) eingeladen hatten. Neben der Bürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg und dem Bürgermeister von Neukölln nahmen zahlreiche Menschen mit und ohne Migrationshintergrund teil; als ermutigend empfand ich die Anwesenheit vieler türkischstämmiger Männer, die T-Shirts mit dem Aufdruck „Männer gegen Gewalt“ in vielen Sprachen trugen.

Noch immer müssen Frauen um ihr Leben fürchten, wenn sie sich aus den patriarchalen Strukturen ihrer Herkunftsfamilie lösen und selbst über ihr Leben bestimmen wollen. Unsere Solidarität ist nicht nur an Gedenktagen notwendig!

Frieda

Hatun Sürücü
Gedenken an Hatun Sürücü
Hatuns Sürükü - Rose
OMAS gedenken Hatun Sürükü

 

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