OMAS GEGEN RECHTS BERLIN  /  Deutschland-Bündnis

#FightFor1Point5 – Botschaft an die EU-Onlinekonferenz von Fridays For Future

Mit dem Schriftzug #FightFor1Point5 – aus vielen Kerzen zusammengestellt –  sendeten die Fridays For Future-Jugendlichen eine eindrucksvolle Botschaft an die Teilnehmer der EU-Onlinekonferenz (11./12. Dezember 2020).

Schon am frühen Nachmittag hatten die FFF’s gefaltete Papiertüten mit Sand gefüllt, um die Teelichter fixieren zu können, diese bei beginnender Dunkelheit angezündet, so dass der akurat gestaltete Schriftzug leuchtete.

Es war a-kalt, die jungen Leute bewegten sich frierend, achteten auf den Abstand; die Polizei brauchte nicht einzugreifen, sie ordnete nur  den Straßenverkehr.

Während ich nach einer Stunde wieder nach Hause fuhr, mußten die FFF’s bis 18 Uhr auf dem Platz bleiben, um alles wieder abzuräumen.

Im März 2019 war ich zum ersten Mal freitags am Invalidenpark, wo Schüler*innen neben dem Wirtschaftsministerium lautstark

auf die Klimakatastrophe und die Zerstörung der Umwelt hingewiesen haben und von der Regierung forderten. endlich zu handeln. Damals bezeichnete man die Jugendlichen als “ Schulschwänzer“, sie bekamen von den Fachlehren Fehlstunden eingetragen.

Helge Braun (Kanzleramtsminister) monierte, wann endlich die schreienden Schüler vor seinem Fenster verschwinden würden.

Ich diskutierte mit Pädagogen*innen der Schule, in der ich mich ehrenamtlich engagiere, und betonte, dass die Freitag-Demos kein Schuleschwänzen, sondern politische Bildung sind. Gegenargument: In Deutschland gibt es Schulpflicht!!

Um so mehr freue ich mich jetzt, dass es den Jugendlichen von Fridays For Future in 2 Jahren gelungen ist, die Gesellschaft wachzurütteln und die Politiker die wissenschaftlichen Fakten nicht mehr negieren können, sondern endlich handeln müssen.

Ich danke allen FFF-Jugendlichen für das Engagement und die Ausdauer.

Als granny for future werde ich euch weiter unterstützen.

Christine

„Fridays for Future“-Demonstration in Berlin

Wir OMAS GEGEN RECHTS unterstützen die Kampagne gegen Gewalt an Frauen

Einige von uns, die die Nachkriegszeit erlebt haben, haben selbst noch Erinnerungen an die Traumatisierung durch die Kriegsgräuel und deren Folgen bei den Frauen unserer Muttergeneration. Denn Frauen leiden nicht nur an den „üblichen“ Folgen von Kriegen, sie sind auch stets Opfer sexualisierter Gewalt.

Daher möchten wir besonders auf die Gräueltaten hinweisen, denen Frauen in Kriegen ausgesetzt sind. Seit Urzeiten und auch heute noch sind Frauen tagtäglich Opfer von Vergewaltigung, Verstümmelung, Schikanierung, Folter, Zwangsprostitution, Zwangsheirat und sonstigen Demütigungen.

Denken wir an die Kriege in Afrika, Asien im Nahen Osten, wo Tausende Frauen speziell von Söldnern, IS-Kämpfern und sonstigen marodierenden Soldaten vergewaltigt und getötet werden. In einem Bericht des UN-Generalsekretärs von 2019 wird von 19 Konfliktländern gesprochen, 47 staatliche und nichtstaatliche Gruppen werden verdächtigt, systematische Vergewaltigungen oder andere Formen sexueller Gewalt begangen zu haben.

Allein in der Demokratischen Republik Kongo gibt es laut UN jeden Monat 1.100 Vergewaltigungen, jeden Tag werden 36 Frauen und Mädchen vergewaltigt. Und das sind nur offizielle Zahlen. Die Dunkelziffer ist bei weitem höher.

Aber auch hier in Europa sind Frauen von sexueller Gewalt nicht verschont; allein im Balkankrieg wurden in den 90ger Jahren bis zu 50.000 (meist muslimisch-bosnische) Frauen vergewaltigt.

Selbst diejenigen, die zum Schutz der Zivilbevölkerung in Kriegsgebieten eingesetzt werden (UN-Friedenstruppen, KFOR-Soldaten), beteiligen sich manchmal an Gewalt gegen Frauen. Auch hier gibt es keine genauen Opferzahlen.

Wir OMAS GEGEN RECHTS sehen die Hauptursachen für Kriege neben oder infolge von wirtschaftlichen Interessen im Erstarken rechter Kräfte, und damit des Nationalismus und Rassismus. Wir setzen uns für eine vielfältige, offene, demokratische Gesellschaft ein, in der rechte Kräfte, frauenfeindliche Ideologien und folglich Gewalt gegen Frauen keinen Platz haben.

(Rede von Susan , gehalten auf einer Veranstaltung zum Tag “ Gegen Gewalt an Frauen“)

 

Freiheit für Julian Assange, das fordern auch die OMAS GEGEN RECHTS

Freiheit für Julian Assange, das fordern auch die OMAS GEGEN RECHTS. Regelmäßig beteiligen sich OMAS unserer Gruppe an Aktionen, so auch am 26.11.2020 vor der Botschaft von Großbritannien. Wir halten konsequent Abstand – besonders gegen Rechts – aber auch zueinander, denn das ist nötig in dieser Zeit, um andere Menschen und uns selbst nicht zu gefährden. Wir setzen aber auch Zeichen auf der Straße – denn in dem Auslieferungsprozess um den Wikileaks-Gründer Julian Assange steht sein Leben auf dem Spiel!

Mahnwache zum Gedenken an die Reichspogromnacht am Denkmal „Der leere Raum“ – Koppenplatz, Berlin

9. November 1938

In Deutschland liegen die Straßen voller Glassplitter von zerschlagenen Fenstern jüdischer Geschäfts- und Wohnhäuser.

Die boshafte Bezeichnung „Reichskristallnacht“ wurde in Umlauf gesetzt und hält sich bis heute!

Erst in den 60er Jahren bemühte man sich um eine angemessene Bezeichnung:  „Pogromnacht“.

Können wir dieser Nacht und aller unvorstellbarer Grausamkeiten danach angemessen gedenken?

Mit Scham stehen wir schweigend vor den Mahnmalen.

Wir sind entsetzt über den zunehmenden Antisemitismus und die rechtsradikale Gewalt im ganzen Land.

Wir versprechen, weiterhin alles in unserer Macht Stehende zu tun, um jeder Form antisemitischer und rechtsradikaler Angriffe entgegenzutreten.“

 

Mit diesem Text auf unseren Schildern und auf Flyern haben wir am 9. November 2020 eine Staffel-Mahnwache abgehalten. Den ganzen Tag über standen einige von uns vor dem Denkmal, das genau dieser Erinnerung gewidmet ist: der Reichspogromnacht.

Die Reaktion der zufällig an uns vorbei Kommenden, fast alle aus der jüngeren oder mittleren Generation, hat unsere Erwartungen übertroffen, positiv übertroffen. Wir sind spontaner Zustimmung begegnet und auch Neugier. Viele wussten über den Anlass Bescheid, andere wiederum wollten sich anhand unseres Textes informieren. Unsere 300 Flyer haben wir vollständig ausgegeben. Und aus der Nachbarschaft haben uns, unabhängig voneinander, dreimal am Tag junge Leute mit Kaffee versorgt; wir seien ihre „Heldinnen des Tages“. Das tat gut, physisch gegen das Frieren, aber vor allem seelisch!

Schließlich konnten wir nach Hause gehen mit einem Gefühl der Erleichterung, dass es doch sehr viele gibt, die unser Anliegen teilen.

Betina Kern

Rechtsextremismus im Jahr 2020 – Diskussion

Heute LIVE – Die LINKE hat Gäste:

In unserer neuen Veranstaltungsreihe »Die Lobby« möchten wir Menschen eine Lobby geben, die sonst in der Politik nur schwer zu Wort kommen. Am kommenden Montag starten wir mit dem Thema »Rechtsextremismus im Jahr 2020« und den Gästen

OMAS GEGEN RECHTS Deutschland-Bündnis, Idyl Baydar (Kabarettistin) und Petra Pau

(Vizepräsidentin Deutscher Bundestag).

Achtung: Ihr könnt das auch verfolgen, wenn Ihr nicht bei Facebook seid! Einfach klicken!

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OMAS GEGEN RECHTS - Stolpersteiene putzen

Stolpersteine putzen gegen das Vergessen!

Der morgige BVG-Streik in Berlin ist m.E. kein Grund, dass OMAS zuhause bleiben müssen.

Die Schüsse auf die Synagogentür in Halle waren so aufrüttelnd – wir sollten zum Jahrestag alle ein Zeichen setzen; so, wie wir es jährlich am 09. November tun. Stolpersteine putzen gegen das Vergessen!

Auf der Liste der Stolpersteine in Berlin sind die Adressen (Name, Straße mit Hausnummer) jedem Bezirk zugeordnet. Jede von uns findet in der Nebenstraße, um die Ecke, oft auch vor der Haustür oxydierte Stolpersteine, die geputzt werden müssen.

Dazu braucht man/frau nur ein Gemisch aus Wasser, Essig und etwas Salz; außerdem einen Putzlappen und ein weiches Tuch zum Nachpolieren. Um die Umwelt zu schonen: kein Metallputzmittel.

Beim Stolpersteine putzen ergeben sich oft interessante Gespräche mit Passanten, auch mit Jugendlichen.

 

Wieviele Stolpersteine hätten geprägt und verlegt werden müssen, wenn die Eingangstür nicht so stabil gewesen wäre?

Gruß zum Abend und zum Nachdenken – Christine