OMAS GEGEN RECHTS BERLIN

Goldene Lettern auf Blauem Band unterm Kuppelkreuz vom Berliner Schloss

Wir Frauen der Berliner Initiative Omas Gegen Rechts sind stets am Planen, Organisieren und Vorbereiten. Nebenbei – aber nicht weniger intensiv – diskutieren wir viel; derzeit über die Inschrift an der Kuppel des Humboldt-Forums: „Es ist kein ander Heil, es ist auch kein anderer Name den Menschen gegeben, denn der Name Jesu, zu Ehren des Vaters, daß im Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Kniee, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind.“

Inschrift am Berliner Schloss

Dennoch wurden Kuppel, Kreuz und Inschrift erst 2011 ohne öffentliche Debatte fixierter Teil der Planungen.“ (Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/das-humboldt-forumist-nicht-das-schloss-li.84806)

Einmalig, innovativ, preiswert: Tasche für mehrere OMA-Schilder

Anleitung für unsre wunderbare Schildertasche:
Man nehme Plastiktüten und -verpackungen, auch die Netze von Zwiebeln, oder Orangen gehen gut,  Backpapier, eine Unterlage (ich habe ein Holzschneidebrett genommen) und ein
Bügeleisen. Dann braucht man noch eine IKEA-Tasche, ein Messband, eine Schere und Nadel und Faden (besonders robust ist Zahnseide).
Wichtig ist es, dass das Backpapier unter und über der Plastikfolie ist
a) wegen der Unterlage
b) wegen des Bügeleisens.
Und nun geht es los:
Plastik zerschneiden immer mit den lustigsten Bildern oder Schriften aneinander und übereinander legen wie es euch gefällt und mit dem Bügeleisen (Achtung Backpapier nicht
vergessen) darüber gehen, bis es aneinander geschmolzen ist.
Man muss da ein bisschen experimentieren, wie es am besten schmilzt und es passt auch nicht immer jede Plastikart zusammen, aber das Zeug ist ja billig und massig vorhanden.
Man findet auch viele Tüten (weil wir ja umweltbewusst sind und selber kaum welche haben) in den Abfalleimern neben der Pfandflaschenrücknahme im Supermarkt.
Die Größe eures Plastikstücks, das ihr zum Schluss zum Schlauch aneinanderschmelzt, richtete sich nach dem Umfang der IKEA-Tasche. Ihr könnt euer Plastikstück zerschneiden
und wieder aneinander schmelzen. Da wo es zu dünn ist, einfach eine drüberlegen und anschmelzen. Auch die Aufkleber von FridaysForFuture oder eurer Lieblingspartei passen gut drauf, je bunter desto besser.
Zum Schluss zerschneidet ihr die IKEA Tasche, von der wir nur den Boden und den oberen Teil mit den Henkeln haben wollen und näht eurer Plastikteil dazwischen.
Das ist leider ziemlich fummelig und die Zahnseide ist leider auch ein bisschen klebrig.
Die IKEA-Tasche kann man nicht dranschmelzen, diese Plastikarten halten nicht aneinander.
Aber bis hierhin hatte es ja Spaß gemacht und der Lohn ist eine ziemlich coole Zero-Waste-Tasche
Karin K.

Schildertasche
Unteilbar-Route

Mehr als 200 OMAS GEGEN RECHTS BERLIN am Brandenburger Tor / Unter den Linden

#SoGehtSolidarisch

Seht Euch noch einmal den Streckenverlauf der Steh-Demo an! Ganz vorn die OMAS GEGEN RECHTS BERLIN – direkt am Brandenburger Tor. 100 m schaffen wir, sagten wir uns – und zweifelten doch ein wenig. 33 OMAS – mindestens – müssten wir also werden, bei den nötigen 3 m Abstand.

Einige von uns bleiben im Moment rücksichtsvoll weiterhin zu Hause, das Virus ist noch nicht besiegt! Aber es zieht uns auch auf die Straße, wir sehen ja, was auf der Welt und im Land passiert.

SOLIDARITÄT ist uns wichtig, mit den Geflüchteten, die auf griechischen Inseln in Lagern auf das Weiterkommen warten. Mit denjenigen, die mit den Auswirkungen der Coronakrise kämpfen, mit den von Rassismus betroffenen Menschen hier und anderswo … Die Liste derjenigen, die unsere Solidarität brauchen, ist lang!

Wir haben heute den Abstand eingehalten. Wir trugen Mundschutz, wir haben nichts skandiert und auch nicht gesungen. Was wir zu sagen hatten, stand auf unseren Schildern.

Aber die Bänder, die wir vorbereitet und geschnitten haben, haben nicht gereicht.  100 Bänder waren zu wenig! Wir mussten bei unseren Nachbarn „Fridays for Future“ Nachschub holen. Viele junge Leute waren heute mal „OMA GEGEN RECHTS“, sie hielten unsere Schilder und auch eines unserer Transparente. Wir waren etwa 200 OMAS und unsere Kette zog sich auch um den Pariser Platz.

Danke an alle, die sich mit uns auf die Straße gestellt haben!  Danke an die Anwohner*inneninitiative für Zivilcourage gegen Rechts, Danke an Fine und ihre Freundin, Danke an unsere OrdnerInnnen, an die WhatsApp-Gruppe „unteilbar“, danke an die OMAS, die unser Transparent gehalten haben – trotz der Hitze, danke an unsere „OPAS“ für die Unterstützung. Danke für das Malen von besonderen Schildern, Danke für den Radio-Lautsprecher von „Die Globale“ e.V., danke OMAS, dass Ihr gekommen seid und dass Ihr alle durchgehalten habt. Ihr habt heute dafür gesorgt, dass wir alle ein wenig optimistischer in die Zukunft gucken können.

Wir sind ein Teil von #unteilbar – und so wie heute, so #SoGehtSolidarisch.

Maja

PS. Kaum zu Hause, da erreichte mich eine E-Mail mit einem Foto im Anhang. Die E-Mail lautete: „Die Beiden auf der Suche nach den OMAS“  Viele Grüße Heidi / Wer die Beiden sind? Na schaut mal die Fotos an.

#Unteilbar #SoGehtSolidarisch

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OMAS GEGEN RECHTS BERLIN

Ich schweige, denn: Ich kann nicht atmen! (Mahnwache am Alexanderplatz)

Immer am 1. Freitag eines Monats stehen wir von 15:00 – 16:00 Uhr an der Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz, mahnend und zum Gespräch bereit. Eigentlich. Diesmal war das anders.

Einige von uns haben während der ganzen Stunde geschwiegen. „Ich schweige, denn: Ich kann nicht atmen!“

Wir engagieren uns für Vielfalt, für Menschenwürde, Gerechtigkeit, Verantwortung, Teilhabe und Solidarität – gegen RECHTS.

Rassismus ist RECHTS. Wir dachten während unserer Mahnwache auch an George Floyd.

5. bis 7. Juni 2020 – Festival „Offenes Neukölln“ (ONK)

Festival Offenes Neukölln
Festival Offenes Neukölln eröffnet

Die OMAS GEGEN RECHTS BERLIN unterstützen das Festival und nehmen an digitalen/online Veranstaltungen teil. Mit einer Vielzahl an (digitalen) Veranstaltungen und (Online-)Formaten setzen wir vom 5. bis 7. Juni 2020 zum vierten Mal ein Zeichen für ein offenes und solidarisches Neukölln.

„Wie in den letzten drei Jahren wollen wir alle mit dem Festival erneut ein deutliches und sichtbares Zeichen setzen: für ein offenes und solidarisches Neukölln, gegen Diskriminierung und rechte Gewalt, für Solidarität mit den Opfern rechter Angriffe sowie für eine Gesellschaft, die vielfältig ist und offen gegenüber allen Menschen, die hier leben. Damit Neukölln ein Ort bleibt, in dem wir alle gerne leben und uns wohlfühlen!“

Zum PROGRAMM

Abstand halten gegen Rechts …

Auch am Sonnabend beteiligten sich OMAS GEGEN RECHTS BERLIN an den Gegenprotesten zu den Versammlungen des Sammelsuriums aus Verschwörungsmytikern, Impfgegnern, rechtsextremen Videobloggern,  Corona-Virus-Leugnern, Neo-Nazis, Neurechten, Reichsbürgern, Verwirrten und anderen.

Wir standen mit jungen Leuten an der Straßenkreuzung an der Oderberger Straße.  Bevor es losging mit dem stehenden Protest – Abstand haltend und mit Mundschutz – fotografierte die Polizei noch alle Transparente: Sicher ist sicher.

Wir bekamen „Besuch“ von mehreren antifaschistischen Fahrraddemos, die bei uns und mit uns Pause machten. Über das Mikrofon des mitfahrenden Lautsprecherwagens konnte OMA Annette alle OMAS GEGEN RECHTS grüßen.  (Der Gruß gilt weltweit!)

Ja, wir haben uns auch die „Anderen“ angesehen. Die, gegen die wir protestierten. Die saßen dicht an dicht (!) im Mauerpark. Wir haben auch eine Weile zugehört. Aber Annette hatte zunehmend mit Übelkeit zu kämpfen, sie verträgt deren Sprüche nicht: „An Masern ist noch kein Kind gestorben“, „Bill Gates hat sein Geld von Gott“, „Coronadiktatur“, „Faschistisches Regime“… 

Danke an die Antifaschist*innen, die dort mit ihrem Transparent standen: „Statt Verschwörungswahn und rechter Hetze – Lager öffnen Pflege stärken“. #Mauerpark

Am Falkplatz gab es ebenfalls einen Protest gegen die von der „Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand“ (Widerstand2020! – siehe Volksverpetzer/OMAS GEGEN RECHTS)  angemeldeten „Hygiene-Demos“.  Wir haben Reptilien gesichtet, die sich später auch unter die Verwirrten vom Rondell mischten und Aufklärung versuchten. Es lebe die Kunst!

Abschluss unseres Mauerparkspaziergangs: Die beeindruckenden Bilder von EME FREETHINKER – besonders das von GEORDE FLOYD – werden uns im Gedächtnis bleiben.

#George Floyd

 

 

23.5.20 Rosa-Luxemburg-Platz – Volksbühne – Viele setzten ein Zeichen: Wir halten Abstand!

#reclaimrosaluxemburgplatz 

Annettes Rede (OMAS GEGEN RECHTS BERLIN) am 23.5.2020:

Ich bin von den OMAS GEGEN RECHTS und wir sind heute mit euch zusammen hier, um ein Zeichen zu setzen: gegen Rechts, gegen Verschwörungstheoretiker, gegen Impfgegner, gegen den unsäglichen Widerstand2020, gegen Identitäre, gegen Geschichtsklitterer und alle diejenigen, die sich zusammenrotten, um menschenverachtendes Gedankengut zu verbreiten.

Ich kann nicht ertragen, dass sich in Berlin und überall in Deutschland und der Welt, Menschen zusammenfinden, um dazu aufzurufen, den Schwächsten in unserer Gesellschaft den Schutz zu verweigern:  durch die bewusste Missachtung der einfachsten Hygieneregeln. Weil sie aus blankem Egoismus das Grundgesetz umdeuten und wieder einmal Lügen verbreiten und wissenschaftliche Erkenntnisse negieren wollen. 

Ich bin zwar OMA GEGEN RECHTS, aber ich stehe noch im Arbeitsprozess. Ich bin Krankenschwester und arbeite mit schwerst erkrankten Kindern. Von diesen Kindern hätte kein einziges eine Überlebens-Chance, wenn sich das Gedankengut von alten Nazis und neuen Faschisten weiter Bahn bricht. Weil sie mit Ihrem beschissenen Sozial-Darwinismus und ihrem ekelerregenden, rassistischen Menschenbild den Schwächsten zuerst zusetzen würden. 

Liebe Freunde, lassen wir das nicht zu! Stehen wir gemeinsam vor den Schwachen, den Kranken, den Alten. Zeigen wir, dass wir eine solidarische, offene Gesellschaft sind, sein wollen und sein werden.  Das wir Veränderungen wollen und dabei alle Menschen mitnehmen! Egal welcher Religion, Hautfarbe, sexueller Orientierung sie sind und egal ob sie ein Handicap oder eine Krankheit haben.

 Sehen wir zu, dass wir aus diesem Schlamassel der Corona-Pandemie herauskommen, mit Disziplin und Beachtung der Hygieneregeln und dabei den Grundstein legen, für eine offene Gesellschaft, für ein menschenwürdiges Leben Aller, für eine gesunde Umwelt und ein Klima in dem noch viele Generationen ein gutes Leben haben können. Für eine Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung in der niemand zurückgelassen wird.

Am 8. Mai haben wir den 75. Jahrestages der Befreiung vom Naziterror gefeiert. Wir haben die Verantwortung dafür, dass es nie wieder Faschismus gibt. Nicht hier und nirgendwo sonst. Niemals!

#reclaimrosaluxemburgplatz 

Wir halten Abstand zu RECHTS! Gemeinsam. Danke an das Ensemble der Volksbühne, an die Anwohner*inneninitiative für Zivilcourage gegen Rechts, Berlin gegen Nazis, Danke dem Ortsverein des DGB, dem Berliner VVN BdA, der Bergpartei,  ein Danke an viele Geschäftsinhaber und Fensterbesitzer, Danke sei gesagt den Echsen gegen Nazis, den Fensterausstellern und Anwohnern (danke auch Dir Stefanie!) und all den anderen, die mit uns gemeinsam dafür gesorgt haben, dass der Rosa-Luxemburg-Platz nicht mehr Hauptversammlungsort der sogenannten „Hygiene-Demos“ ist. Euch allen ein goldenes DANKE!

 

Wir stimmen Felix Kolb zu! Betreff: „Gehen Sie nicht auf diese Demos!“

Viele von uns sind Abonennten des Campakt-Newsletters, so z.B. auch B., U. und ich.  Uns erreichte eine Warnung von Felix Kolb. Die nehmen wir ernst und geben sie deshalb weiter.

Felix Kolb ist Politikwissenschaftler. Er promovierte zwischen 2002 und 2005 an der FU Berlin über die politischen Auswirkungen sozialer Bewegungen. Seine Dissertation erschien im Campus-Verlag. Nach dem Studium war er Pressesprecher von Attac. Er gehört zu den Initiatoren und Gründern von Campact.

„Das Coronavirus bringt unsichere Zeiten – das nutzen Klimaleugner*innen, Rechtsextreme und andere Demagog*innen. Campact-Vorstand Felix Kolb analysiert die Lage und warnt vor den Corona-Demonstrationen.“

Wir bitten Euch alle, bitte lest, was er schreibt: KLICK ZUM TEXT VON FELIX KOLB