OMAS GEGEN RECHTS BERLIN  /  Deutschland-Bündnis

Stolpersteine putzen

Bericht von E.:

Vor ein paar Wochen haben G., Ch. und ich zwischen Görlitzer Bahnhof und Kottbusser Tor viele Stolpersteine geputzt und sehr viele durchweg positive Reaktionen erfahren. Wir waren nur zu dritt, mit Sandwich-Schild, Leibchen, Mütze und Buttons gut kenntlich.

Ich will Euch alle ermutigen es einfach auch zu machen! Unter  https://www.stolpersteine-berlin.de/de/stolpersteine-finden/ findet Ihr die Karte und die Liste mit fast 8000 Stolpersteinen in Berlin (es sind längst viel mehr, aber die Koordinierungsstelle kommt mit dem Liste vervollständigen kaum nach).

Sucht Euch einen Kiez aus, nennt einen Termin und fragt über die Mailingliste, wer mitmacht – drei OMAs sind schon eine Gruppe!

Ch. hat das ultimative Putzmittel hergestellt: 3-4 Esslöffel Salz in ca. 1/4 l Wasser auflösen, 1/4 l billigsten Essig dazu – fertig! Es macht die Steine fast selbsttätig sauber, es gibt kein milchiges Geschmiere, frau braucht nur weiche Lappen zum Abwischen und Polieren. Preiswerter und umweltfreundlicher gehts nicht!

Ich fände es toll, wenn es in den nächsten Wochen viele kleine Putzaktionen gäbe!

Die zwei Bücher „Stolpersteine in Berlin – Kiezspaziergänge“ (herausgegeben von der Koordinierungsstelle Stolpersteine / Aktives Museum) bringe ich zum Plenum mit und leihe sie gern aus.

Stolpersteine - werden von OMAS GEGEN RECHTS BERLIN geputzt

 

Ulla Schneider de Moreno las in der Vaterunser Gemeinde aus Borcherts Text „Dann gibt es nur eins – Sag NEIN!“

Aus ihrem Bericht:

„Zu den Zuhörern gehörten 5 junge Menschen, die unter der Aktion Sühnezeichen für 1 Jahr in verschiedene Länder (USA, Israel, Frankreich) in jüdischen Altenheimen Dienst leisten werden. Ich schreibe „leisten“, denn ich finde, das ist eine sehr anerkennenswerte Leistung. Drei von den Fünfen werden Medizin studieren, eine Jura, die fünfte habe ich nicht fragen können. Alle haben sich bei mir bedankt.

Hier fiel Borcherts Gedicht auf sehr fruchtbaren Boden, und ich danke der mutigen Pfarrerin Annemarie Werner dafür, dass sie mir Raum gab.

Den Segen/die Aussegnung der fünf jungen Leute nahm eine jüdische Freundin der Pfarrerin vor. Von der Sorte sollte es mehr Kirchenleute geben!“

Ulla Schneider de Moreno- Oma gegen Rechts

„Sag NEIN!
Du. Mutter in der Normandie und Mutter in der Ukraine, du, Mutter in Frisko und London, du, am Hoangho und am Mississippi, du, Mutter in Neapel und Hamburg und Kairo und Oslo – Mütter in allen Erdteilen, Mütter in der Welt, wenn sie morgen befehlen, ihr sollt Kinder gebären, Krankenschwestern für Kriegslazarette und neue Soldaten für neue Schlachten, Mütter in der Welt, dann gibt es nur eins:
Sagt NEIN! Mütter, sagt NEIN!“